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Burgverein gut aufgestellt

Königstein (el) – Für das amtierende Burgfräulein Carolin I. ist gerde mal Halbzeit – im vergangenen August wurde sie in ihr Amt eingeführt und schon ist es wieder Zeit für einen Rückblick. Allerdings erfolgte dieser seitens des Präsidiums des Burgvereins auf deren Jahreshauptversammlung durch Präsidentin Birgit Becker, die für alle Anwesenden einmal verdeutlichte, was es bedeutet, wenn ein Burgfräulein die Stadt Königstein das ganze Jahr über auch außerhalb der Stadtgrenzen repräsentiert. Und das hat auch die Vorgängerin von Carolin, Lisa I., ein ganzes Jahr lang getan. Wie die Präsidialrätin Ursula Althaus-Byrne berichtete, habe Lisa I. viele schöne und auch wichtige Auftritte absolviert, sei unter anderem nach Kornik zum Fest der weißen Dame gereist.

Auch für den Burgverein war es ein Jahr voller Ereignisse, die sich allesamt um das Hauptereignis für den Verein, das Burgfest, das man im ..feierte, gruppieren. „Es war ein friedliches Burgfest, nur das Wetter hat nicht mitgespielt“, resümierte Becker, um dann in die weitere Analyse dieses Volksfestes der Königsteiner einzusteigen. Besonders der Festzug am Sonntag und der Frühschoppen am Montag hätten unter der schlechten Witterung gelitten, allerdings nicht so der Zuspruch der Königsteiner, der trotzdem ungebrochen blieb. Besonders erfreulich war für den Burgverein auch die Verleihung des Saalburgpreises, den man am Burgfest-Sonntag auf der Saalburg in Empfang genommen hatte. Im September folgte dann ein weiterer Glanzpunkt in Jahr, der ein Ausrufezeichen verdient hat. Beim Event auf dem Kapuzinerplatz mit dem Heeresmusikkorps aus Koblenz sprangen am Ende 5.000 Euro als Spende an die Stadt heraus; Geld, das dem Erhalt der Burg zugute kommen soll und direkt in die Stadtkasse fließt. Überhaupt war es ein bewegtes Jahr: Im Frühsommer schnürte man erstmals die Wanderstiefel bei der 3-Burgen-Wanderung, die in Kooperation mit weiteren Partnern aus Kronberg und aus dem Vereinsleben so gut angenommen wurde, dass man sie im Winter wiederholte.

Für 2014 ist die Messlatte auch wieder hoch angelegt: Man will sich als Verein nach außen hin präsentieren und gleichzeitig den Königsteinern ein Fest bieten, das sie nicht vergessen werden. Allerdings steht auch diesmal wieder das Bemühen im Vordergrund, das Burgfest aufgrund der Diskussion um die neuen Brandschutz-Auflagen auf der Burg wieder in ruhigeres Fahrwasser geraten zu lassen. Auch im Moment arbeiten die Präsidiums-Mitglieder mit viel Elan an der Entstehung des neuen Burgfestbuches, das dann gefüllt mit vielen interessanten Beiträgen rund um das Burgfest und das auserwählte Schwerpunktthema des Jahres der Vorschau und Einstimmung auf das Fest dient.

Auch der Ausblick auf die weiteren Aktivitäten verheißt jede Menge Pläne und Vorbereitungen für die Mitglieder des Burgvereins-Präsidiums. So hat man sich unter anderem für die Teilnahme am Hessentags-Umzug beworben, der am 15. Juni stattfindet. Was die Terminplanung für das Burgfest angeht, so hat man sich inzwischen auf einen variablen Burgfest-Termin verständigt, was im Klartext bedeutet, dass das Fest noch vor den Sommerferien gefeiert wird, wenn diese in Hessen später beginnen und andersherum nach den Ferien, wenn diese früher anfangen. In diesem Jahr wird das Burgfest als eines der ersten im Sommer in der Umgebung gefeiert und zwar vom 18. bis 21. Juli. Auch im kommenden Jahr wird man wieder die gleiche Termin-Situation in puncto Ferien haben, so dass man einen Termin für 2015 vom 17. bis 20. Juli fixiert hat. Die Schlüsselübergabe am Alten Rathaus am Samstag hat man auf 17.15 Uhr terminiert, damit die Zeit bis zur Öffnung der Burg überbrückt werden kann.

Nach wie vor findet auch das Thema Alkoholkonsum der Jugend Berücksichtigung bei der Planung. Um dem Problem einen Riegel vorzuschieben, hatte man vor einigen Jahren das System der Alkoholbändchen eingeführt, hat allerdings inzwischen einsehen müssen, dass auch hier nachgebessert werden müsste. Derzeit wird das Konzept von Susanne Blecker und dem Team im Jugendhaus mit Blick auf das nächste Burgfest überarbeitet und wird dann als Bestandteil eines „Allohol-Ablenkungsprogrammes“ neu aufgelegt.

Finanziell steht der Verein solide dar und kann allein für das Burgfest 2013 ein Ergebnis von 6.000 Euro vermelden. Eine Zahl, die umso optimistischer für die Zukunft stimmt, wenn man bedenkt, dass bereits alle mit dem Fest in Zusammenhang stehenden Rechnungen für Strom, Wasser etc. beglichen worden sind. Dabei hatte es noch vor dem letzten Burgfest finanziell nicht gerade rosig für den Burgverein ausgesehen. Erst nach einem Gespräch mit der Stadt und durch die Klarheit, dass diese im Jubiläumsjahr ihres 700-jährigen Bestehens einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro zur Durchführung des Burgfestes würde geben können, konnte man beim Burgverein wieder durchatmen. Als Gegenleistung gab es ein prächtiges Burgfest mit sieben Musikgruppen beim großen Festzug und einem umfangreichen Feuerwerk. Um die durch die Sicherheitsauflagen gestiegenen Kosten wieder ausbalancieren zu können, musste der Verein zum vergangenen Burgfest die Eintrittspreise anheben – eine Maßnahme, die allerdings problemlos ohne kritische Kommentare umgesetzt worden sei, so Schatzmeister Alexander Freiherr von Bethmann, der betonte, dass keine weiteren Anhebungen geplant seien.

Der aktuelle Mitgliederstand gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus: 209 Mitglieder – das sind 13 mehr als noch vor einem Jahr. Die Aufgaben, die bei einem Fest wie dem Burgfest anstehen, werden jedoch nicht weniger und so appellierte Birgit Becker schon mal an alle, sich Gedanken darüber zu machen, in welchen Bereichen sie ihre Manpower einsetzen möchten. Ebenso regte sie die Bildung von Arbeitsgemeinschaften innerhalb des Vereins an, die sich dann jeweils mit einem Bereich befassen würden.

So werden noch Helfer gesucht, die Freitag und Samstag während des Burgfestes auf dem Burghang weggeworfene Flaschen einsammeln. Sonntag und Montag könnten noch helfende Hände beim Kartenverkauf gebraucht werden. Auch für das Kinderprogramm am Sonntag werden noch Aktive gesucht. Ebenso sind am Freitag und Samstag zwei männliche Mitglieder als Standartenträger gefragt. Und auch beim Weihnachtsmarkt stehen Dienste an.

Steigt mit Optimismus in die Planungen für das kommende Burgfest ein: das Präsidium des Burgvereins mit Birgit Becker (vorne, v. li.), Alexander Freiherr von Bethmann, Gabriela Terhorst, Alexander Hees (hinten, v. li.), Dagmar Reuter, Ursula Althaus-Byrne und Bernhard Frick.
Foto: Schemuth

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