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Frühlingsreise der Kolpingfamilie ins Markgräfler Land

Königstein – Ende Mai startete die Königsteiner Kolpingfamilie mit 45 Personen zur ausgeschriebenen „Frühlingsreise ins Markgräflerland“. Hinter Offenburg verließ der Reisebus die Autobahn, um einen ersten Stopp im sehenswerten Gengenbach einzulegen. Bevor sich die Teilnehmer auf den Weg begaben, um die historische Altstadt zu besichtigen, durften sie sich zuvor noch mit einem leckeren Butterkuchen aus dem Hause Kreiner stärken, der von den Neumitgliedern Josefa und Paul Kiefer gespendet wurde. Am frühen Mittag wurde die Reise dann fortgesetzt: Entlang des Kinzigtals steuerte der Bus die Höhen des Schwarzwaldes an und streifte bei seiner Fahrt bekannte Orte wie Gutach, Triberg und Todtnau, um nach einer kurvenreichen Abfahrt durch das Münstertal einen kurzen Halt am Kloster St. Trudpert einzulegen. Von hier aus waren es dann nur noch wenige Kilometer nach Staufen, um dort in der BDB-Musikakademie das Quartier für die nächsten Tage zu beziehen. Zum Abschluss des Tages wurde die Reisegruppe von zwei Stadtführern erwartet, die aus der Geschichte der Stadt und insbesondere über die missglückte Geothermiebohrung im Jahr 2007 berichteten. Nicht zu übersehen sind die Risse an über 250 Häusern und trotzdem hat sich die Kleinstadt mit der über den Weinbergen thronenden Burgruine ihren Charme erhalten. Da passte es ganz ausgezeichnet, dass der Stadtrundgang am Staufener Weinbrunnen endete und sich die Teilnehmer vor dem Heimweg in die Unterkunft noch mit einem Gläschen Wein stärken konnten.

Auch für die weiteren Urlaubstage hatte Vorstandsmitglied Rita Keutner wieder ein attraktives und vielfältiges Programm ausgearbeitet. Freuen durften sich die Fahrtteilnehmer auf die Universitätsstadt Freiburg mit dem Münster, als Wahrzeichen der Stadt, dem Münsterplatz mit Historischem Kaufhaus und dem täglich stattfindenden Markt. Neben dem geführten Stadtrundgang verblieb dennoch ausreichend Zeit, um die Stadt mit seinen „Bächle“, Gassen und Stadttoren auf eigene Faust zu erkunden. Erweitert wurde die Reisegruppe dann bei der Schlussrast in der „Sulzbachstraußi“ in Heitersheim durch die Altkönigsteiner Kurt Büchin und Ottmar Dorn, die seit vielen Jahren im Süden Deutschlands beheimatet sind.

Ein Erlebnis der besonderen Art war für die Gruppe eine »Weinbergsafari« in Niederrottweil: Am Lenkrad seines Traktors sitzend, zwei Wagen mit erwartungsvollen Gästen angekoppelt, startete Weingutsbesitzer Thomas Landerer seine Tour. Nach einer schwungvollen Einführungsrunde durch den nächsten Verkehrskreisel ging es auf schmalen Wegen durch die terrassenförmig angelegten Weinberge des Kaiserstuhls. Mehrmals wurden Stopps eingelegt und die Teilnehmer erhielten Informationen über die Landschaft, den Weinanbau und durften auch verschiedene Weine verkosten. Krönender Abschluss der Tour war ein schon optisch ansprechendes und sehr schmackhaftes Winzerbüfett, das von der Hausherrin im Weingut serviert wurde. Als Bonusprogramm des Tages besichtigte die Reisegruppe noch die sehenswerte Michaelskirche mit dem Niederrotweiler barocken Schnitzaltar.

Als einen weiteren Höhepunkt des Programmes darf man die Fahrt zu den französischen Nachbarn nach Colmar bezeichnen. Auf einem geführten Gang durch die bezaubernde Stadt, vorbei an vielen prächtigen Fachwerkhäusern, erreichte die Gruppe das Martinsmünster, schlenderte durch die Markthalle und erreichte Klein-Venedig mit dem angrenzenden Gerberviertel sowie dem Fischerufer, mit den wohl meistfotografierten Motiven der Stadt.

Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen, denn in Kunheim, nahe Colmar, wartete das für die Kolpinggruppe reservierte Ausflugsschiff „Napoleon“. Bei herrlichem Sonnenschein genossen die Teilnehmer die beschauliche Fahrt auf dem Rhein-Rhône- und Neubreisacher Kanal bis Breisach am Rhein. Der hier wartende Bus nahm die Gruppe dann wieder auf und brachte sie wohlbehalten nach Staufen zurück.

Ein Besuch der Zeppelin‘schen Staudengärtnerei in Laufen beeindruckte sicher nicht nur Kleingärtner, auch Fotografen fanden herrliche Motive im weiten Areal und so mancher, vorher sicher nicht beabsichtigte, Kauf wurde noch schnell getätigt. Im nur wenige Fahrminuten entfernten Sulzburg konnte die Reisegruppe die klassizistische Synagoge, die die Novemberpogrome des Jahres 1938 überstanden hat, sowie die frühromanische Klosterkirche St. Cyriak besichtigen. Einige Wanderfreudige traten den Heimweg über das ca. 8 Kilometer lange „Wiiwegeli“ an, andere nahmen den Bus, um nach Staufen zurückzukehren.

Dann mussten wieder die Koffer gepackt werden und es hieß, dem Markgräflerland „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Unterwegs hielt der Bus noch einmal in Breisach und die Reisegruppe hatte Gelegenheit, die heilige Messe im Münster zu besuchen. Bei einer anschließenden Führung konnten unter anderem der Hauptaltar, der zu den bedeutendsten Schnitzarbeiten deutscher Kunst zählt, sowie der spätgotische Lettner bewundert werden. Am Ende der Reise bedankte sich Kolpingvorsitzender Manfred Colloseus bei Rita Keutner, die die Fahrt einmal mehr hervorragend organisiert hatte sowie der umsichtig fahrenden Busfahrerin Monika Schneider. Beide erhielten den wohlverdienten Beifall.

Die Kolpinggruppe vor der Klosterkirche St. Cyriak in Sulzburg.

Foto: Martin Keutner

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