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Eine strahlende Isabelle freut sich auf ihre Regentschaft

Mit Krone und Mantel trägt nun Isabelle I. alle Insignien des Burgfräuleins – Insignien, die ihr eine schützende Kraft verleihen sollen. Foto: Pfeifer

Königstein (pit) – Etwas bittersüße Wehmut, heitere Aufbruchsstimmung gepaart mit Festlichkeit, Fröhlichkeit und Würde sind wohl die Attribute, die die Inthronisation eines Burgfräuleins am ehesten umschreiben. Schließlich geht ihr stets die Exthronisation der Vorgängerin voraus. Scheiden musste Nora I., die dankbar und lachenden Auges auf die vergangenen zwölf Monate ihrer Amtszeit zurückblickte: „Ich bin damit gewachsen, dass ich meine Heimatstadt vertreten durfte – dafür danke ich vor allem dem Burgverein.“

Aber die Liste derer, denen sie weiterhin Dank zollte, war noch lang. So richtete er sich unter anderem auch an die Hohen Burgfräuleins und an ihren Hofstaat, aber auch an Hofdame Aurelia, die ihr stets mit beruhigendem Wesen zur Seite gestanden hat: „Vielleicht kann ich Dich auch mal unterstützen, falls Du in zehn Jahren dieses Krönchen tragen solltest.“ Auch mit Hofdame Helen habe sie eine ausgezeichnete Wahl getroffen und Junker Jonas sei obendrein stets ein zuverlässiger Begleiter gewesen. Noras Dank ging ebenfalls an die Bürger Königsteins: „Ihre Anteilnahme war die eigentliche Krönung für mich.“

Alexander Prinz zu Stolberg-Roßla, Schirmherr des Burgfestes, lobte die Abschlussrede, die er als beeindruckend formuliert bezeichnete. Allerdings: „Heute ist das Jahr der Freude vorbei.“ Doch bevor er Nora die Insignien der Macht abnahm, ging noch das Wort an Schultheiß Leonhard Helm: „Anmut und Charme hattest Du von Anfang an, doch heute stellen wir an Dir auch ein gewachsenes Charisma fest.“ Er wünschte dem scheidenden Burgfräulein, dass es noch viele Jahre glücklich an ihre Amtszeit zurückdenken und in ihren Zielen vorankommen möge: „Dank auch im Namen der Stadt!“

Dann aber war es so weit, Nora I. musste sich von Mantel und Krone trennen – aber nicht ohne ein neues Diadem und Schärpe zu erhalten, mit denen sie ab sofort in den Kreis der Hohen Burgfräuleins aufgenommen wurde.

Überraschungsgäste waren an diesem lauen Sommerabend die 13 jungen Damen des polnischen Gesangvereins aus Kornik, die mit zwei Liedern auftraten, bevor Howie Hohmann die weitere Moderation übernahm, die zur Inthronisation von Isabelle I. überleitete: „Ich kenne diese junge Dame schon länger und sie ist mir auch ans Herz gewachsen.“ Herzliches Handgeklapper begleitete dann den Auftritt des Fanfarenkorps – und selbstverständlich auch ein strahlendes Lächeln des neuen Burgfräuleins. Birgit Becker, Präsidentin des Burgvereins, verriet noch ein wenig aus dem Leben von Isabelle: „Sie wurde im Juni 1997 in Bad Soden geboren und besucht die Feldbergschule in Oberursel.“ Schon beim ersten Kennenlernen habe sie den Versammelten vom Burgverein regelrecht den Kopf verdreht. Zur Seite stünden ihr während ihrer Amtszeit Angelika, Helen – „sie investiert noch ein Jahr“ – und Junker Dario, „der sie auch in ihrem ‚normalen’ Leben begleitet.“

Auch die strahlende Isabelle berichtete etwas aus ihrem Leben und vor allem über ihren langjährigen Wunsch, einmal Burgfräulein zu werden: „Ich war vier Jahre alt, als ich von dem damaligen Burgfräulein eine Autogrammkarte bekam.“ Vielleicht hätte sie ja in ihrer Amtszeit ebenfalls das Glück, einem Mädchen so eine Karte zu überreichen, das später mal in ihre Fußstapfen treten würde. Sie selbst habe nur eine kurze Bedenkzeit benötigt, um Birgit Becker nach ihrem Anruf eine Zusage zu geben.

Mit Blick auf ihren ausgewählten Hofstaat versicherte sie: „Wir sind schon heute ein super Team und wir werden ganz sicher viel Spaß haben.“ Schon an diesem Abend ging ihr Dank an ihre Familie, der sie sehr viel Unterstützung verdankt und an die Wagenbauer. An die Versammelten ging der Wunsch, gemeinsam ein schönes 65. Burgfest zu feiern.

Alexander Prinz zu Stolberg-Roßla hoffte wiederum für Isabelle auf eine tolle Zeit in ihrer Regentschaft, nachdem er ihr Krone und Mantel verliehen hatte, und freute sich über diesen wunderbaren Augenblick, den er nun zum zehnten Mal in seiner Eigenschaft als Schirmherr wahrnehmen dürfe. Er wünschte Isabelle zudem viel Erfolg für ihre Amtszeit.

An guten Wünschen mangelte es an diesem Abend bei der Villa Borgnis ohnehin nicht. Selbstverständlich kamen sie auch von der Rittergarde und dem Narrenclub, von den Hohen Burgfräuleins und von der Weißen Dame aus Kornik. Gekommen waren aber auch gekrönte Häupter aus der Umgebung. So die Brunnenkönigin Christina aus Oberursel mit ihrem Brunnenmeister, sowie die Rosenkönigin Julia aus Goldstein und Apfelkönigin Bettina II. aus Bergen-Enkheim, die Hessische Erdbeerkönigin Johanna, die Sachsenhäuser Brunnenkönigin Karin II. und die Wehrheimer Apfelblütenkönigin Bianca. Dann aber hieß es rasch aufbrechen, um das schöne Ereignis in den Kellern der Vereine auf der Burg so richtig zu feiern.

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