„Aller guten Dinge sind Drei!“ Sophia I. übernimmt die Regie

Schirmherr Fürst Alexander zu Stolberg-Roßla krönt unter dem Schutz der Ritter und der historischen Festungsgarde Sophia I. zum neuen Burgfräulein. Fotos: S. Puck

Königstein (pu ) – Mit der Übernahme der Insignien der Macht zum Auftakt des dreitägigen Königsteiner Burgfestes setzt Burgfräulein Sophia I. als dritte Tochter der Familie Ute und Norbert Hees die Tradition ihrer Familie fort.

Angesichts dieser Häufung der Zahl „drei“, die schon im germanischen und mittelalterlichen Rechtswesen eine große Bedeutung hatte, stellte die neue Lieblichkeit ihre Regentschaft unter das bekannte Sprichwort „Aller guten Dinge sind Drei!“ Eine naheliegende und perfekte Wahl, wie ihr am Inthronisations-Abend gleich mehrere Redner bescheinigten. So hatten nach den Worten von Schirmherr Fürst Alexander zu Stolberg-Roßla, dessen Familie seit 1956 in Erinnerung der langjährigen Zugehörigkeit Königsteins zum Haus Stolberg die Schirmherrschaft übernahm, Graf Ludwig, unter dessen Führung laut entsprechender Eintragungen im Stadtarchiv die Burgenstadt im 16. Jahrhundert aufblühte, und seine Ehefrau Walburga Stolberg ebenfalls drei Töchter.

Geist des Burgfestes

Launig und anerkennend hob der Fürst heraus: „Familie Hees hat so etwas wie ein Burgfest-Gen!“ Aus seiner Sicht spreche jedenfalls vieles dafür, beispielsweise das herausragende jahrzehntelange familiäre Engagement. „Familie Hees steht für das Ehrenamt, das so vieles trägt und den Geist des Burgfestes ausmacht!“

Die starke Bindung zur Familie zieht sich wie ein roter Faden durch ihre begonnene Amtszeit, die in dem Jahr beginnt, in dem die Regentschaft ihrer ältesten Schwester Verena I. exakt eine Dekade zurückliegt. Darüber hinaus ist die Hees-Dynastie durch zwei Mitglieder in ihrem Hofstaat vertreten durch Tante Anke Brauns als eine ihrer Hofdamen und ihren Patenonkel Alexander Hees als Junker, die beide schon ihre Schwestern begleiteten. Das Hofstaat-Quartett komplettieren ihre Freundin Victoria Krönung als zweite Hofdame und ihr zweiter Junker Jan Philipp Staab.

Ein Ausrufezeichen setzte die 21-jährige Bachelor-Inhaberin in Kommunikations- und Medienwissenschaften durch die Begrüßung der Gäste aus Le Cannet und Kórnik in deren jeweiliger Landessprache.

Vom Hofkind zum Burgfräulein

Danach skizzierte sie ihren Werdegang vom „sogenannten Hofkind“ während der Regentschaft ihrer ältesten Schwester Verena (2009), „als mir weder der Umfang des Burgfestes noch der der anschließenden Veranstaltungen in Gänze bewusst war“, über die „Beförderung zur Hofdame“ 2012 bei ihrer zweiten Schwester Lisa, „als ich das Ganze schon aus einer anderen Perspektive aktiv und mitten im Geschehen erlebt habe.“ Nun übernahm sie selbst das Zepter, freute sich auf ein „fröhliches und friedliches Burgfest“ und ein „aufregendes Jahr“ und übergab als eine ihrer ersten Amtshandlungen an die Leiterin des Fingerhutgeschwaders, Inga Ernst, ein vor vielen Jahren durch ihren Großvater Emil Hees mit Pinsel und Farbe festgehaltenes Bild der Burg als besondere persönliche Geste. Darüber hinaus verkündete sie ihrem Volk das „Aufleben des Bäckerwagens“ durch ihre Familie während des Festumzugs. Jubel und langanhaltender Applaus waren ihr gewiss.

Unter diesem Eindruck zeigte sich Bürgermeister Leonhard Helm davon überzeugt, Sophia I., die zu ihrem Antritt zahlreiche Willkommensgeschenke erhielt, werde gemäß der griechischen und lateinischen Bedeutung ihres Namens „mit Weisheit, Klugheit und großem Herzen regieren.“

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