Gedenkstunde zum 9. November: Erinnerung an die Pogromnacht 1938 und die Opfer des Nationalsozialismus

Vor 80 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee die Gefangenen aus dem Konzentrationslager Auschwitz. Doch für unzählige Menschen kam diese Hilfe zu spät. Auch aus Königstein stammende Bürgerinnen und Bürger wurden in Auschwitz und anderen Konzentrationslagern ermordet. Am Sonntag, den 9. November 2025, um 14.30 Uhr lädt die Stadt Königstein im Taunus – wie in jedem Jahr – zu einer Gedenkstunde anlässlich der Pogromnacht vom 9. November 1938 ein.

In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland zahlreiche Synagogen, Geschäfte und Wohnungen jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger verwüstet und zerstört. Viele Menschen wurden gedemütigt, verhaftet, misshandelt oder ermordet.

Diese Verbrechen markierten einen weiteren Schritt in der systematischen Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung.

Auch in Königstein hinterließ die Pogromnacht ihre Spuren: Die 1906 erbaute Synagoge im Seilerbahnweg wurde am 10. November 1938 geschändet und in Brand gesetzt. Die Ruine wurde später gesprengt.

Die Gedenkstunde findet vor dem Bronzemodell der ehemaligen Synagoge im Kurpark statt, das 1996 zur Erinnerung an das zerstörte Gotteshaus errichtet wurde.

Der Ort des Modells befindet sich gegenüber dem ursprünglichen Standort der Synagoge.

Die Stadt Königstein lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, gemeinsam der Opfer von Gewalt, Hass und Verfolgung zu gedenken und ein Zeichen für Menschlichkeit, Toleranz und Zusammenhalt zu setzen.

Die Synagoge Königstein

Foto: Stadt Königstein



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