Heimatverein Mammolshain schmückte „Börnche-Brunnen“

Nach Beendigung der Aktion stellten sich die fleißigen Mitglieder des Heimatvereins Mammolshain und Helfer gerne zum Erinnerungsfoto Fotos: S. Puck

Mammolshain (pu) – Im Jahr vor der 800 Jahrfeier Mammolshains gründete sich der Heimatverein Mammolshain 1990 mit dem Zweck, die für Mammolshain so besondere Tradition zu bewahren und den Mitbürgern näher zu bringen.

Unter dieser Prämisse stehen Veranstaltungen und Ausstellungen oder auch die am letzten Samstag stattgefundene Schmückaktion des „Börnche-Brunnens“ auf dem Bornplatz. Nach Aussage des Vorsitzenden Bernd Hartmann pflegt der Verein diesen schönen Brauch bereits seit über 25 Jahren, der sich großer Beliebtheit nicht nur unter den eigenen Mitgliedern erfreut, sondern stets weitere Helfer anlockt, die ebenfalls einen persönlichen Beitrag für das Allgemeinwohl leisten wollen.

Nach einer Vorbereitungszeit von zwei bis drei Stunden war die eigentliche Befestigung am Brunnen durch die vielen helfenden Hände rasch beendet, sodass sich alle mit einem Kaffee stärken konnten. Im Gegensatz zu den Vorjahren besteht die grüne Girlande mit den bunten Ostereierketten im Übrigen nicht mehr aus echtem Tannengrün, dennoch ist der frühlingshafte Osterschmuck wiederum ein echter Hingucker.

Beim Blick auf die Homepage des Heimatvereins offenbart der Blick in die Rubrik „Wissenswertes“, dass die Gründe für die Entstehung des Brauches des österlichen Brunnenschmückens unklar sind. Neben christlichen Interpretationen wird als Erklärung häufig die Wasserarmut genannt, durch die die Wasserversorgung einen besonders hohen Stellenwert bekam. Auch mag das gründliche, meist in Gemeinschaftsarbeit durchgeführte Reinigen der für die Trinkwasserversorgung wichtigen Brunnen und Quellen vom Schmutz des Herbstes und Winters eine Rolle bei der Entstehung des Brauches gespielt haben. Neuere Forschungen weisen jedoch eher auf eine bewusste Brauchneuschöpfung des späten 19. oder frühen 20. Jahrhunderts hin.

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