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Begegnung mit 101 Kunstwerken in der Weihnachtsausstellung

Frau Kitzelmann und Herr Huber von Martina Ochs
Fotos: Westenberger

Kronberg (mw) – „Begegnung“ lautet der Titel eines Ölbildes der Malerin Türkan Lau-Turan. Eine junge Frau begegnet dem Tod in Form eines Skelettes auf einem Fahrrad sitzend. Diese etwas skurrile Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens war nur eine Begegnung von vielen weiteren, meist sehr fröhlichen im Rahmen der 49. Weihnachtsausstellung, die Bürgermeister Klaus Temmen in der Stadthalle eröffnete. Die Ausstellung zeigt noch bis zum dritten Adventssonntag 101 Kunstwerke, davon neun Skulpturen von insgesamt 51 Künstlerinnen und Künstlern. Einige von ihnen sind schon seit Jahrzehnten dabei, bemerkte der Bürgermeister, der sich freute, dass auch der Blick auf Kronberg unter den Bildern mit Kreide, Pastell, Acryl, Öl und dem Tuschestift nicht fehlte. Im Rahmen seiner Eröffnungsrede erinnerte Temmen an den Vater des im März 1968 gegründeten Vereins, einen seiner Amtsvorgänger, Ernst Winterberg, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, das Leben in Kronberg kulturell zu bereichern. „Längst ist der Kulturkreis unverzichtbarer Bestandteil des vielfältigen kulturellen Lebens unserer Stadt“, so Temmen, „genauso wie diese Weihnachtsausstellung, die übrigens eine Verkaufsausstellung ist“, so warb er dafür, bei Gefallen sogleich ein Kunstwerk mit nach Hause zu nehmen. Temmen erinnerte in diesem Zusammenhang an die vielfältigen Veranstaltungen, auf die Kronberg im Jubiläumsjahr des Kulturkreises zurückblicken darf, unter anderem das Kabarett im Kino, die Barocknacht auf der Burg, das Straßentheaterfestival Da Capo und das große Familienfest auf der Wiese im Viktoriapark. Dank sprach er in diesem Zusammenhang für die Organisation der Weihnachtsausstellung und Hängung der Bilder der Geschäftsführerin des Kulturkreises, Dorothée Arden, den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die Aufsicht an den Ausstellungstagen, allen voran Renate Harmsen und Evelyn Reck, die sich ehrenamtlich auch um die Abgabe der Arbeiten gekümmert hatten.

Nach diesen Begrüßungsworten lud der Bürgermeister die Gästeschar zu weiteren Begegnungen untereinander und mit den Bildern ein. Die bunte Schau der Hobbykünstlerinnen und -künstler, die auf hohem Niveau einen Eindruck ihres künstlerischen Könnens vermittelten und auch ihre persönliche künstlerische Entwicklung aufzeigten, bot Landschaftseindrücke, Stillleben, Porträts genauso wie Abstraktes. Neben verschiedenen Herbstimpressionen in leuchtenden Farben, einem Wasserfall in feurigem Rot oder einem leuchtenden Apfel, einer Radierung von Gabriele Gelbert, konnten die Herrschaften ebenso „Frau Kitzelmann und Herr Huber“, zwei Hunde-Porträts bewundern und mit „Eis und Schnee“, von Camilla Burk überzeugend locker in Szene gesetzt, die Winterzeit einläuten.

Die Bilderschau gibt eine Fülle weiterer interessanter Ein- und Ausblicke, die einen Besuch der Ausstellung empfehlenswert macht, die montags bis freitags von 14 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr gezeigt wird. Ob „Am Wasser“, „Im Hafen“, ein „georgisches Lächeln“ oder „Reise ans Ende der Welt“, einem Quilt von Jutta Briehn, der Blick geht weit hinaus in die Welt, um mit Martin Schrecks „Blick auf die Schirn“ wieder in die Heimat zurückzukehren und bei „die gefangene Frau“ von Marlene Schneider bei der Innenschau anzulangen. Beeindruckend sind die vielfältigen Herangehensweisen, darunter auch Fotografie und verschiedene Mischtechniken, erfreulich die Ausdruckskraft der Hobbykünstler, die in der dunklen Jahreszeit in der Stadthalle mit ihren sommerlichen Landschaften, Blumenmotiven und Stillleben mit reifen Früchten auch Vorfreude auf hellere Jahreszeiten machen. Die Künstler, sowie Freunde, Bekannte und Interessierte nutzten den ersten Adventssonntag zum erquickenden Austausch über Motive, die Beweggründe der Künstler und die Umsetzung des Themas – bekanntlich lässt sich über Kunst vortrefflich streiten, sind die Kunstgeschmäcker doch so verschieden.

Begegnung von Türkan Lau-Turan

Eis und Schnee von Camilla Burk

„Leuchtender Apfel“ von Gabriele Gelbert, einer Radierung – mit ungewollter Spiegelung

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