Kronberg (ivy) – „Solide Hobbyfotografen mit individuellen Ambitionen für mehr“, mit diesen Worten beschreibt Dorothea Peukert, Vorstandsmitglied, leicht schmunzelnd den Kamera Klub Kronberg. Vorsitzender Bernhard Kilb und Kurt Eberhardt, der bereits seit 1993 Mitglied im Verein ist, zudem auch lange Zeit im Vorstand aktiv war und ein profunder Kenner der Vereinsgeschichte und -Entwicklung ist, pflichten ihr hier eindeutig bei.
Der Kamera Klub Kronberg hat sich im Jahr 1975 aus einer Keimzelle von sieben Gründern entwickelt und war lange sehr männlich geprägt. Nach und nach ist er gewachsen, aber auch wieder geschrumpft. Zeitweise waren es auch mal nur 18 Mitglieder. In der Vergangenheit handelte es sich um eine sehr filmlastige Gruppe, während das Filmen aktuell gar keine Rolle mehr spielt. Die reine Digitalfotografie steht jetzt im Vordergrund. Bis vor etwa 15 Jahren verfügte der Vereinsraum noch über eine Dunkelkammer, in der sich der Kamera Klub auch mit der Entwicklung von Filmen beschäftigte. Diese wurde dann jedoch aus Platzgründen und wegen mangelnder Benutzung aufgegeben.
Zurzeit zählt der Verein 40 Mitglieder, 25 davon sind regelmäßig bei Aktivitäten dabei und zeigen gerne ihre Bilder. Ende des vergangenen Jahres kamen drei Neuzugänge dazu. Dorothea Peukert betont: „Unser Ziel ist es, den Verein aktiv zu halten. Das Angebot muss sich immer wieder erneuern.“ So beschäftigt sich der Klub auch mit aktuellen Themen, wie zum Beispiel der Handy-Fotografie. Grundsätzlich ist es ebenfalls möglich, dem Verein beizutreten und nur mit dem Handy Fotos zu machen. Bernhard Kilb merkt an dieser Stelle an, dass schließlich die beste Kamera die sei, die man gerade zur Hand hat und in den meisten Fällen wäre es heutzutage nun mal das Smartphone. Von der Handhabung der Kamera her gesehen, ist vom Profifotografen bis zum Anfänger alles im Kamera Klub zu finden. Alle zwei Wochen treffen sich die Mitglieder in ihrem Vereinsraum zum Austausch.
Dabei verfolgen sie stets den Grundsatz, niemanden auszuschließen. Beispielsweise beim aktuellen Sonderthema „Details“ konnte sich jedes Mitglied, das Interesse gezeigt hat, an der Ausstellung beteiligen. Voneinander zu lernen, anderen Impulse zu geben oder auch durch den Enthusiasmus eines anderen Mitglieds mitgerissen zu werden gehören zu den Besonderheiten des Klubs – ein „gegenseitiger Antrieb“, wie der Vorstand es beschreibt.
Von Zeit zu Zeit unternehmen die Hobby-Fotografen nach Lust und Laune auch gemeinsame Ausflüge. Zuletzt führte es sie dabei nach Frankfurt, ins Europaviertel, wo sie zum Thema Architektur verschiedene Motive fotografierten und sich austauschten. Beim Kamera Klub ist es zudem nicht der Vorstand, der das Programm bestimmt, sondern es sind die Mitglieder, die sich mit ihren sehr unterschiedlichen Ideen und Vorschlägen einbringen und diese dann letztendlich umsetzen.
Auf Anfrage fotografieren sie für die Stadt Kronberg, den Burgverein Kronberg e.V. und andere Vereine deren Veranstaltungen. Dazu zählen unter anderem Feste und Märkte, Europatage, der Karneval in Oberhöchstadt oder Jahrestreffen der Partnerschaftsvereine.
Kommende Veranstaltungen
Während des Kunst- und Weinmarktes am kommenden Wochenende, Samstag, 2. August und Sonntag, 3. August, präsentiert der Klub aktuelle und alte Zeugnisse seiner Vereinstätigkeit. Auf Außengestellen wird eine Ausstellung mit Porträts zu sehen sein und in der Dingeldein-Scheune wird das aktuelle Sonderthema „Details“ ausgestellt. An Stellwänden werden viele Bilder einen Rückblick zum Verein darstellen sowie die verschiedenen Projekte im Laufe der Jahre. Zehn Jahre lang bestand das Projekt Fotosafari in Kronberg. Hier war es die Aufgabe der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, in einer bestimmten Zeit Fotos zu machen. Diese wurden dann nach Ablauf der Zeit abgegeben und bewertet. Zudem wird es eine kleine Auswahl aus der Reihe „Bild des Monats“ geben, die nun bereits seit 20 Jahren besteht.
Der Klub möchte damit die Vielfalt seiner Themen und Aspekte präsentieren. Denn, so Peukert, jeder Fotograf schaue anders durch seine Kamera und sehe so im Endeffekt etwas anderes. Des Weiteren soll diese Veranstaltung einen Einblick in das Vereinsgeschehen geben. Es werden zudem auch Mitglieder dort sein, die sich gerne möglicher Fragen der Besucher annehmen. Der Vorstand hofft natürlich, dass der eine oder andere Besucher so sein Interesse für den Kamera Klub entdeckt und neues Mitglied wird.
Am Freitag, 15. August, eröffnet der Klub seine nächste Ausstellung mit dem Titel „Kronberg Alt / Neu“ im Altkönig-Stift. Bereits an unterschiedlichen Orten haben Ausstellungen stattgefunden, wie zum Beispiel in der Stadtbücherei, im Amtsgericht in Königstein, im Dalleshaus, in der Stadthalle, auf der Burg oder auch in einer Zahnarztpraxis.
Im Schulgarten fand im Jahr 2016 eine Außenausstellung zum Sonderthema „Kronberger Fenster“ statt. Foto: privat
