Kronberg (kb) – Der 30-jährige Krieg scheint heute sehr weit in der Vergangenheit zu liegen. Dabei hat er unser Land, von der Sprache bis zur kollektiven Psychologie, entscheidend geprägt. Die Schlacht bei Höchst im Jahre 1622 war entscheidend für den weiteren Verlauf des Krieges.
Markus Pfenniger, Jahrgang 1967, ist praktisch auf dem Schlachtfeld bei Höchst aufgewachsen. Schon immer an Biologie und Geschichte interessiert, hat er aus dem ersten seine wissenschaftliche Karriere und aus dem zweiten seine Leidenschaft gemacht. Basierend auf einer umfassenden Quellenrecherche hat Markus Pfenniger in seinem ersten Sachbuch über ein historisches Thema die Ereignisse rund um die Schlacht detailliert rekonstruiert. Er beschreibt darin aber auch die Gesellschaft und den Alltag der Menschen im 17. Jahrhundert. Vor allem jedoch ist es eine spannende Geschichte von Krieg, Plünderungen und Größenwahn, aber auch von großem strategischem Geschick, persönlichem Mut und bürgerlichem Heldentum, die es wert ist, erzählt zu werden. Eine Lesung zum Buch findet am Donnerstag, 20. August, um 19 Uhr im Wappensaal der Burg statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.