Schülerfreizeit in Partnerstadt Porto Recanati

Kronberg (kb) – Schon seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts ist Italien Sehnsuchtsort vieler Deutscher und nach wie vor eines der Hauptreiseziele für den Sommerurlaub. Dolce vita in bella Italia steht sinnbildlich für die italienische Lebensart, die von Genuss, Entspannung und purer Lebensfreude geprägt ist.

Seit 1993 besteht zwischen Kronberg und Porto Recanti eine Städtepartnerschaft. In der Partnerschaftsurkunde wurde der gemeinsame Wille bekundet, durch die engen Beziehungen der beiden Städte die Freundschaft zu festigen, voneinander zu lernen, die Bürger, vor allem die Jugend, zusammenzuführen sowie die entstandenen Beziehungen zu unterstützen und zu bewahren. Das wird tatsächlich von vielen Kronberger Vereinen gepflegt, immer mit tatkräftiger Unterstützung des Partnerschaftsvereins Kronberg – Porto Recanti.

Neben Sprachkursen für Erwachsene bietet der Verein auch Unterricht für Schülerinnen und Schüler in der Altkönigschule an. Um die Kenntnisse zu vertiefen, reifte zwischen der engagierten zweiten Vorsitzenden Beate Puljanic und dem stellvertretenden Schulleiter Ralph Ott eine Idee heran, die nun in wenigen Tagen Wirklichkeit wird. Die Idee war es, nicht nur die Sprache im Unterricht vermittelt zu bekommen. Am besten lässt sich das Erlernte in der Praxis umsetzten und wo könnte das besser möglich sein als in Italien. Damit einhergehend könnten dabei die Schüler auch die in der Gründungsurkunde genannten Ziele mit Leben füllen. Außerdem gibt es keine bessere Möglichkeit festzustellen, ob dolce vita in bella Italia so tatsächlich stimmt. Warum nur auf die Sprachschüler begrenzen, fragten sich die Verantwortlichen. Was verbindet Jugendliche am meisten, selbst ohne ausreichende Sprachkenntnisse? Das sind natürlich Sport und Musik. Da bot es sich an, auch die Schüler der Fußball AG aus der AKS anzusprechen. Zum Musik-Verein Kronberg besteht sowieso eine lange Partnerschaft, noch aus Zeiten des damaligen Vorsitzenden Alan Vogl. Die Musiker sind immer sehr gern gesehene Gäste bei den italienischen Freunden und es wird Zeit, das auch der nächsten Generation zu vermitteln. Die Verantwortlichen aus der italienischen Partnerstadt waren von dem Konzept begeistert und boten spontan ihre Unterstützung an.

Seit Spätsommer letzten Jahres laufen die Planungen zwischen allen Beteiligten unter Federführung von Peter Ruth, der gleichzeitig für den Partnerschaftsverein und auch beim Musik-Verein Kronberg die Jugendarbeit betreut. Am Mittwochabend vor Fronleichnam startet dann endlich der Bus mit 35 Schülern und sechs Betreuern Richtung Porto Recanati. Die Jugendlichen kennen sich teilweise noch nicht untereinander, was aber bestimmt nicht lange so bleiben wird. In einer schönen Ferienanlage mit eigenem Pool in der Nähe der Adria warten kleine Ferienhäuser mit jeweils Platz für vier Personen auf die deutschen Besucher. Und darüber hinaus wartet ein abwechslungsreiches Programm auf die Mitfahrer.

Der erste Tag ist noch zum Ausruhen von der langen Busfahrt und Einrichten der Unterkünfte gedacht. Bereits am Abend gibt es schon ein Begrüßungsabendessen in der „Bar del Corso“. Am Freitag steht der Besuch der örtlichen Schule auf dem Programm mit Austausch der Schüler beider Länder untereinander. Zum späten Nachmittag sind eine Stadtführung und Besuch des Musik-Museums geplant. Der Abend wird mit einer Einladung zum „Gelato“ bei „da Giorgio“ abgeschlossen.

Für Samstag ist ein Konzert unter Mitwirkung der YoungBand im Amphitheater und Grillen auf dem Campingplatz vorgesehen. Am Sonntag steht der Besuch der berühmten 14 Grad kühlen Tropfsteinhöhlen von Frasassi an und am Abend können sich alle bei der obligatorischen Spaghetatta aufwärmen. Spätestens am Montag sind die Fußballer zum gemeinsamen Training und Spiel gegen italienische Kicker gefordert. Die verbrauchten Kalorien können am Abend bei der Abschiedsveranstaltung wieder aufgefüllt werden. Am Dienstagmorgen tritt der Tross dann die Heimreise an.

Das abwechslungsreiche Programm bietet genügend Zeit für Erholung und das Sammeln von Eindrücken. Vor allem aber Möglichkeiten, die beliebte Partnerstadt zu erkunden sowie kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erleben.

Da sowohl dem Partnerschaftsverein als auch dem Musik-Verein Kronberg die Jugendarbeit ein wichtiges Anliegen ist, wurde die Fahrt von beiden Seiten finanziell großzügig für ihre Mitglieder unterstützt. Auch andere Sponsoren, wie die Stadt Kronberg, haben die Fahrt erst ermöglicht.

Peter Ruth dankt ausdrücklich der Schulleitung der AKS, den Vorständen der beteiligten Vereine und vor allem den Freunden in Italien für ihre tatkräftige Unterstützung, ohne die die Fahrt mit den unterschiedlichen Gruppen aus Jugendlichen gar nicht möglich gewesen wäre.



X