Oberhöchstadt (kb) – Steinbach hat sich mit der Verabschiedung eines Fahrradwegekonzeptes im Jahre 2021 verpflichtet, Schritt für Schritt mehr für sichere Fahrradwege zu tun. Eine besondere Maßnahme ist dabei die neu geplante Verbindung entlang der Kreisstraße K768 nach Oberhöchstadt, die vor allem als Schulweg zur Altkönigschule in Kronberg eine besondere Bedeutung hat. Dieses Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt des Hochtaunuskreises mit den Städten Steinbach und Kronberg. Die Steinbacher Stadtverwaltung hat dabei die Federführung übernommen und treibt das Projekt voran.
Landrat Ulrich Krebs ließ sich wieder einmal vor Ort über die Fortschritte informieren. Bereits im April 2024 hatte die Stadtverordnetenversammlung einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst, der neben einem eigenen Fahrradweg westlich der Kreisstraße einige weitere Elemente enthält, die gleichzeitig mit gebaut werden sollen: ein Regenrückhaltebecken, eine längere Rechtsabbiegerspur für Pkw aus dem Neuwiesenweg und eine sichere Querungsmöglichkeit für Radfahrer und Fußgänger am Stadteingang Kronberger Straße.
Die Offenlegung des Bebauungsplanes erfolgte im August/September 2025, die Eingaben werden derzeit ausgewertet und bewertet. Steinbachs Bürgermeister Steffen Bonk rechnet mit einem gültigen Bebauungsplan in diesem Jahr. Parallel wird die Ausschreibung für die Baumaßnahmen erarbeitet, sodass ein Beginn der Baumaßnahmen im Jahre 2027 möglich sei. „Wir sind dem Hochtaunuskreis sehr dankbar, dass er als eines der ersten Neubauprojekte für Fahrradwege die für uns wichtige Verbindung nach Oberhöchstadt ausgewählt hat“, bedankte sich Steffen Bonk beim Landrat. Die Maßnahme werde ungefähr 4 Millionen Euro kosten, ein Zuschuss des Landes Hessens ist möglich.
Bei der Vorort-Besichtigung des zukünftigen Baugeländes vor allem für das Regenrückhaltebecken erläuterte der Fraktionsvorsitzende Christian Breitsprecher (CDU) dem Landrat die sehr positiven Erfahrungen, die die Stadt Steinbach mit den drei bisher bestehenden Becken gemacht hat: „Wenige Monate nach Fertigstellung unseres großen Rückhaltebeckens an der Waldstraße hatten wir ein Starkregenereignis hier, das mit 50 Liter pro Quadratmeter in einer halber Stunden heftiger als ein Jahrhundertregen war. Ohne dieses Becken wären die Schäden in Steinbach viel größer ausgefallen. Da haben wir aber auch gesehen, dass insbesondere die Königsteiner Straße noch nicht genügend geschützt ist, deshalb wird dieses vierte Becken geplant.“
Intensiv wurde auch diskutiert, dass die Veränderungen der Verkehrsführung der K768 im Eingangsbereich der Stadt zwei wesentliche Verbesserungen erreichen sollen. Einmal werde über die Insel in der Straßenmitte eine sicherere Querung von Fußgängern und Radfahrern erreicht, zum anderen wird die leicht kurvige Einfahrt zu einer Verkehrsberuhigung in der Kronberger Straße führen. Letztendlich werde auch die Lücke für die Fußgänger zwischen Rossertstraße und Nicolaiweg stadtauswärts geschlossen.
