Der Apfel im Mittelpunkt, passend zur Erntedankzeit. Dafür steht das traditionelle Oberurseler Apfelfest, das am Wochenende zum 10. Mal stattfand und auch in diesem Jahr wieder rund 3000 große und kleine Besucher, teilweise mit ihren Vierbeinern, auf die Festwiese „In der Au“ in Weißkirchen lockte.
Bei bestem Herbstwetter staunten vor allem die Kinder nicht schlecht, wie aus 1,5 Tonnen Äpfeln rund 800 Liter Apfelsaft entstand. „Früher haben wir die Äpfel selbst gepflückt und aus dem privaten Bestand mitgebracht; die Menge reicht heute bei weitem nicht mehr aus, darum haben wir die Äpfel regional gekauft“ beschreibt Tilo Künstler Präsident des Lions Clubs Oberursel-Schillerturm, die Masse an Äpfeln.
Der zwei Liter Behälter Apfelsaft wurde für 9 Euro unter anderem vom elfjährigen Tim verkauft, der sichtlich Spaß daran hatte und vollen Einsatz zeigte.
Mit seiner Symbolik und regionale Bedeutung bietet der Apfel den idealen Rahmen für ein Fest, das Natur, Tradition und soziales Engagement miteinander verbindet und darum auch neben Tilo Künstler vom Stadtrat Jens Uhlig eröffnet wurde. Organisiert vom Lions Club Oberursel-Schillerturm in Zusammenarbeit mit der Stadt Oberursel und örtlichen Vereinen, fließen die gesamten Einnahmen in Projekte für Kinder und Jugendliche in Oberursel – eine Investition in die Zukunft der Kinder und Stadt.
Die Wurzeln des Apfelfestes reichen zurück in die Zeit, als in Oberursel im Herbst noch Drachen in den Himmel stiegen. Aus dem damaligen Drachenfest entwickelte sich über die Jahre ein neues Konzept: die Besucher sollen die Früchte der heimischen Natur nach der Ernte erleben. Den Apfel als Leitmotiv zu wählen, lag nahe bei all den Streuobstwiesen rund um Oberursel.
Heute ist das Apfelfest weit mehr als ein Erntedank-Event, bei dem der Direktsaft sofort probiert und gekauft werden durfte. Rund um die Wiese gab es vor allem für die Kleinen viele Attraktionen zum Ausprobieren: auf den beiden Hüpfburgen konnte man seine ganze Power rauslassen, um anschließend mit Apfelsaft seinen Durst zu löschen, die Musikschule Oberursel war vor Ort und der Musikzug Bommersheim erklärte Instrumente und wer den Mut hatte, durfte sie direkt selbst ausprobieren, wie ein „Minischlagzeug“ oder eine Tuba. Ihrer Kreativität und Geschicklichkeit durften die Kinder bei den Bastelmöglichkeiten, die die Stände der Kindertagespflege MOBILÉ und der Waldkindergarten Waldzwerge anboten, freien Lauf lassen und bei der der Kita Schatzinsel, die ihrem Namen alle Ehre machte, durften sie ihre Apfelschätze direkt per Druck aufs Papier bringen.
Wer anschließend Hunger bekam, probierte das Stockgrillen am Lagerfeuer aus. Das Karussell, passend bemalt in den Apfelfarben, ließ die Herzen der Kinder so hochhüpfen, wie die Äpfel an den Bäumen hängen. „Es ist einfach schön zu sehen, wie viele Menschen zusammengekommen sind, um mit uns das Apfelfest zu feiern“ freut sich Tilo Künstler.Kulinarisch wurde das das Fest abgerundet mit herzhaften und süßen Speisen und wer es ruhiger mochte, für den bot die Festwiese ausreichend Gelegenheit, einfach die herbstliche Atmosphäre zu genießen.
Das Oberurseler Apfelfest ist ein Stück gelebte Heimatkultur. Es vereint Naturverbundenheit, Tradition und soziales Engagement zu einem Fest, das Generationen verbindet und deswegen auch von der kleinen Elli und ihrer Familie besucht wurde.
Zum zehnjährigen Jubiläum gab es 1,5 Tonne Äpfel, die zu 800 Liter Apfelsaft verarbeitet wurden getreu dem Motto: auf die Plätze, fertig, los...
Foto: Lions Club Oberursel-Schillerturm-
Das Ausprobieren der Instrumente steht hoch im Kurs Foto: sis
Die kleine Elli besuchte das Apfelfest mit ihrer Familie, das Generationen verbindet.Foto: sis
Benjamin Müller befüllt den Trichter, damit anschließend die Äpfel zerkleinert werden können.Foto: sis
Nicht nur Freude sondern auch Ausdauer ist beim Stockgrillen gefragt.Foto: sis




