Oberursel (ow). Der 1972 gegründete Wasserbeschaffungsverband Taunus (WBV) wurde zum Zweck des gemeinsamen Bezugs von Trinkwasser gegründet, um den Trinkwasserbedarf der Städte Bad Homburg, Oberursel, Friedrichsdorf, Kronberg, Königstein, Steinbach und Eschborn in unterschiedlicher Höhe zu decken. Für die Verteilung und Speicherung hat der WBV seit den 1970er Jahren zahlreiche Anlagen, wie Zubringerleitungen, Trinkwasserbehälter und Pumpwerke errichtet und betreibt diese.
„Für den Wasserbeschaffungsverband Taunus stellt die Erneuerung der Trinkwasserbehälter in Summe über alle Kommunen eine der größten Investitionsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte dar“, so Andreas Bernhardt, Verbandsvorsteher des Wasserbeschaffungsverband Taunus (WBV). „Nachdem in den vergangenen Jahren bereits der Tiefbehälter Lange Meile in Bad Homburg und der Behälter HBIII in Kronberg erneuert wurden, konnten wir nun die Erneuerung des Hochbehälters Rehköpfe - eine bedeutende Anlage für die Versorgung Friedrichsdorfs - aus dem Jahr 1976 abschließen. Zudem konnten wir die Arbeiten im Hochbehälter IV im Stadtwald Kronberg abschließen.“
Julia Antoni, Geschäftsführerin des Wasserbeschaffungsverbandes Taunus, ergänzt: „Als Wasserbeschaffungsverband Taunus versorgen wir rund 200.000 Menschen im Vordertaunus zuverlässig mit frischem Trinkwasser. Unsere Aufgabe ist es, für die Mitgliedskommunen die erforderliche Wassermenge zu beschaffen und bereitzustellen. Die Instandhaltung einer leistungsfähigen Infrastruktur hat für uns daher höchste Priorität. Von daher ist es sehr erfreulich, dass wir die Erneuerungen des Hochbehälters in Dillingen (Friedrichsdorf) und der Anlage im Stadtwald Kronberg, die überwiegend das Stadtgebiet Kronberg mit Trinkwasser versorgt, gemäß Zeit- und Kostenplan umsetzen konnten. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die sehr gute Zusammenarbeit.“
Julia Antoni abschließend: „Insgesamt hat der Wasserbeschaffungsverband Taunus in die Sanierung der beiden Hochbehälter 2,6 Millionen Euro investiert. Mit den abgeschlossenen Sanierungen sind zwei wichtige Bausteine der regionalen Trinkwasserversorgung technisch und hygienisch wieder auf dem neuesten Stand. Die erneuerten Oberflächen, Abdichtungen und Rohrleitungen sowie die neuen Lüftungsanlagen tragen dazu bei, die hohe Qualität des Trinkwassers dauerhaft sicherzustellen und die Bauwerke für die kommenden Jahrzehnte zu erhalten.“
Alle zehn Trinkwasserbehälter des WBV (mit einem Gesamtvolumen von 44 000 m³) sind in Betonbauweise errichtet. Untersuchungen ergaben, dass die Technik und Bausubstanz Erneuerungsmaßnahmen erfordern. Sowohl aus Gründen der Versorgungssicherheit als auch aus finanziellen Gründen können nicht alle Behälter gleichzeitig erneuert werden. Entsprechend hat der Verband für diese Maßnahme ein Zeitraum von insgesamt zehn Jahren vorgesehen. Bereits dieses Jahr hat der WBV die Erneuerungsarbeiten im Hochbehälter HB I in Steinbach gestartet.
Der Hochbehälter Rehköpfe in Friedrichsdorf erstrahlt im neuen Glanz.
Der Hochbehälter Rehköpfe in Friedrichsdorf vor der umfassenden Sanierung.
Fotos: Wasserbeschaffungsverband Taunus

