Oberursel (ow). Am Dienstag, 21. Oktober startet das Stadttheater Oberursel in eine neue Spielzeit und garantiert nach gewohnter Manier fünf Abende professioneller Theaterkunst mit prominenter Besetzung. Auch diesmal setzt die vhs Hochtaunus als Organisatorin des Stadttheaters auf Qualität und Professionalität und zwar vor Ort, im Hochtaunus: ohne weite Wege in die Spielstätten benachbarter Großstädte, ohne Staus, Parkplatzsuche oder lange Heimreisen.
Kein Geringerer als Hausmeister Krause eröffnet die neue Spielzeit des Stadttheaters. Nachdem der bockbeinige und stets übermotivierte Hausmeister ein Jahrzehnt lang in einer höchst erfolgreichen TV Sitcom seine Mitmenschen gequält hat, drängt er jetzt auf die Bühne. Zusammen mit Franz Krause ist Tom Gerhardt mit „Hausmeister Krause – du lebst nur zweimal“ ein unterhaltsamer Schwank für die Bühne gelungen. Neben Tom Gerhardt in seiner Paraderolle als Dieter Krause darf man sich auch in der Bühnenfassung wieder auf Irene Schwarz als seine Lisbeth freuen. „Komödien sind nichts Neues im Spielplan des Stadttheaters, dieses Stück fällt allerdings schon aus dem üblichen Programm“, so vhs Leiter Carsten Koehnen. „Wir möchten damit das Stadttheater ganz bewusst auch einer jüngeren Zielgruppe näherbringen. Dieser höllische Rosenkrieg verspricht beste Unterhaltung mit Kultstatus.“ Mörderisch unterhaltsam geht es am Dienstag, 9. Dezember weiter, wenn Martin Lindow mit intensiver Bühnenpräsenz in der Rolle des Mafia-Anwalts Björn Diemel sein Leben nach den neu erlernten Prinzipien seines Therapeuten aufräumt und mit höchster Achtsamkeit zum Mörder wird. „Achtsam morden“ ist in der Bühnenfassung nicht minder unterhaltsam und schwarzhumorig wie Karsten Dusses Bestseller. Die Erfolgsbilanz von „Achtsam morden“, Band 1, wurde 2020 gekrönt, als der Roman die Nummer 1 der Jahres-Charts der meistverkauften Titel im Segment Belletristik wurde, nachdem er mehr als 144 Wochen lang ununterbrochen auf der „SPIEGEL-Bestseller-Liste“ rangierte.
Weitere drei Stücke stehen in 2026 auf dem Spielplan. Im Januar erwartet Theaterfreunde einer der meistgespielten amerikanischen Klassiker. Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ präsentiert Szenen einer Ehe, bei denen Martha (Anika Mauer) und George (Luc Veit) vor ihren Gästen Nick und Honey alles auf den Prüfstand stellen. Ihre nächtliche Schlacht im Anschluss an eine Party besteht aus Demütigungen und Verletzungen, aus einem Spiel mit Wahrheiten und Fiktionen, das enttäuschte Hoffnungen und Frustrationen offenlegt. Die dem Stück zugrundeliegende Frage „Wer fürchtet sich vor einem Leben ohne falsche Illusionen?“ stellt sich nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Publikum. Um Schein und Sein geht es auch in der Komödie „Rent a Friend“. Höchst unterhaltsam präsentiert das Ensemble um Torsten Münchow ein Wirrwar an zwischenmenschlichen Beziehungen, das auf Schwindel und Lügen basiert. Die turbulente Beziehungskomödie betrachtet dabei kritisch einen aktuellen Trend aus China und hinterfragt ein Geschäftsmodell, das auf vorgetäuschten sozialen Bindungen basiert – wo junge Frauen sich für Familienfeste immer öfter einen angeblichen Freund buchen, um dem familiären wie auch gesellschaftlichen Druck zu entgehen. Den Saisonschluss am Dienstag, 24. März bildet das Schauspiel „Wunderheiler“. Die schwerkranke Claudia (Ursula Berlinghof) sucht vor einer anstehenden OP den Rat ihrer zerstrittenen Familie. Bei dieser Familienzusammenführung prallen Welten aufeinander. Neben Vertrauensbrüchen, gegenseitigen Verletzungen und dem emotionalen Chaos einer zerstrittenen Familie, die versucht ihre Konflikte zu lösen, geht es hier auch um den Konflikt zwischen evidenzbasierter und alternativer Medizin. Neu ist diese gesellschaftliche Diskussion nicht, seit Corona hat sie aber deutlich an Schäfte gewonnen.
Auch bei ihrem Stadttheater ist es der vhs Hochtaunus wichtig, möglichst vielen Interessierten einen Zugang zum Theater zu ermöglichen, nicht immer einfach bei steigenden Kosten im Kulturbereich, wie vhs Leiter Carsten Koehnen an der Pressekonferenz ausführte. „Umso glücklicher sind wir, dass der Wert unseres kulturellen Angebots durch das Stadttheater Oberursel im Hochtaunuskreis durchaus geschätzt wird“, so Koehnen. Das belege nicht nur eine steigende Nachfrage beim Kartenverkauf und einer durchschnittlichen Auslastung der Stadthalle von 75 Prozent. „Auch die Treue unserer langjährigen Sponsoren ist eine enorme Wertschätzung, für die wir uns herzlich bedanken.“ Nicht zuletzt durch die Unterstützung der langjährigen Sponsoren, dem Kultur und Sportförderverein Oberursel (KSfO), den Stadtwerken Oberursel und der „btu beraterpartner gruppe“, sei es möglich, extrem günstige Preise für qualitatives, professionelles Theater zu bieten und auch in der neuen Spielzeit zu garantieren.
Je nach Kategorie und möglichen Ermäßigungen liegen die Ticketpreise zwischen 13 und 25 Euro und können im Vorverkauf im Internet unter www.frankfurt-ticket.de oder unter der Telefonnummer 069-1340-400 sowie im Ticketshop in der Kumeliusstraße 8 erworben werden.
Die Abonnementpreise liegen zwischen 50 und 99 Euro. Abonnements können ausschließlich über die vhs Hochtaunus, Füllerstraße 1, Telefon 06171-4848-0 bezogen werden.