Internationales Flair und mittelalterliches Ambiente am Martinsmarkt

Oberursel (gt). Zum 13. Mal fand am vergangenen Wochenende der Martinsmarkt des fokus O. in Oberursel statt. Vom Rathausplatz bis in die Kumeliusstraße erstreckte sich die Reihe an Ständen, die ihren Gästen eine Vielfalt an internationalen Gerichten und warmen Klamotten für die Vorweihnachtszeit anboten.

In der Kumeliusstraße gab es Taksim Burger, Tornado-Kartoffeln und marokkanische Ofenkartoffeln mit grünen Oliven, Minz-Joghurt, gebratenen Champignons und Puderzucker. An der Ecke zur Vorstadt durften das Karussell und der Crêpes-Stand von Sascha Schickler nicht fehlen, im Laden daneben präsentierte „Soul of Whisky“ ihren aktuellen Monatswhisky.

In der Verbindungsstraße zum Rathausplatz war es nicht weniger international: Hier fand man griechische Feinkost, italienische Spezialitäten und französische Seifen neben Körbchen aus dem Schwarzwald. Dazwischen konnte man sich mit warmen Mützen eindecken.

Am Rathausplatz boten die Stände Flammkuchen, gefüllte Teigtaschen, Churros und Baumstriezel an, natürlich auch mit den passenden Heißgetränken. Vor der Stadthalle hatte die Pfarrei St. Ursula ihren Sankt-Martins-Pavillon aufgebaut. Hier gab es Bastelangebote und eine Erzählecke. Dort erzählte in regelmäßigen Abständen Stefan Gassel die Geschichte von Sankt Martin und sang mit den Kindern Martinslieder. Als er zum Ende seiner Erzählung kam, verkleidete er sich mit einem Helm und roten Umhang, von dem er ein Stück „abtrennen“ konnte, steckte sein Schwert ein und verwandelte sich in den Namensgeber des Marktes.

Mit dem flotten Spruch „Martin ist in der Stadt, ich habe Weckmänner mitgebracht“ verteilte er sie anschließend an die Kinder. Sonntags spielte der Bläserchor der Liebfrauenkirche.

Auf der anderen Seite des Platzes im Rathaus veranstaltete der Deutsche Frauenring seinen 41. Wohltätigkeitsbasar. Neben Klamotten und Taschen gab es allerlei gebrauchte Gegenstände zu kaufen: Geschirr, Vasen, Puppen, Tücher, Staubsauger, Schmuck, Gemälde und sogar einen Stand-Käsereiber mit Behälter, eine manuelle Schreibmaschine, eine Weihnachtspyramide und ein „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel mit Bärchenfiguren aus Glas. Insgesamt warteten fast 4000 Artikel auf neue Besitzer. Der Erlös wird an Oberurseler Einrichtungen für Kinder, Jugend, Frauen und Senioren gespendet. Nebenan in der Korfstraße zeigte City Zweirad bei Lebkuchen und Heißgetränken sowohl das Sortiment im Herbst- und Saisonabverkauf als auch Neuheiten für 2026.

Ein weiterer Teil des Martinsmarkts, nämlich der Mittelaltermarkt, fand auf dem historischen Marktplatz statt. Auf dem Weg dorthin wurde man in der Strackgasse am Samstagnachmittag von „Regilau“ und ihrer Harfe unterhalten. Ihr Lied „Mondlicht“ hatte sogar am Samstag hier seine Premiere.

Quer gegenüber im Weltladen präsentierte man das „Orscheler Stadt Duo“, eine Kombination aus Biokaffee und Fairtrade Schokolade in einer Verpackung mit Oberurseler Motiven. Am verkaufsoffenen Sonntag hatte der Laden ebenfalls geöffnet. „Wir finden, dass die Strackgasse attraktiv für die Besucher sein soll, damit die Stadt belebt wird“, sagte Ladenkoordinatorin Ulrike Backhaus. Ähnliche Gründe nannte man auch beim Nachbar „Glückskind“, wo man sich während des Marktes auf ein Glas Sekt freuen konnte.

Kurz vor dem Marktplatz hatte der bunt geschmückte Hof der Familie Braum geöffnet. Hier fand man Reibekuchen mit Speck, Apfelmus und Kräuterdip sowie Glühwein mit Schuss und Flotzinger Hell. Am Marktplatz, der mit der Abenddämmerung schon stimmungsvoll neblig wurde, fand man hausgemachte Wurst aus dem Vogelsberg, Gefäße vom Topferbaron, warme Felle, Lederartikel sowie Naturseifen und -Kosmetik im „Saposium“. Eine besonders köstliche Kreation hatte Barbaras Crêpe-Haus aus Bad Honnef auf der unteren Marktplatzstraße: Hier wurden Äpfel mit Zimt, Zucker und Vanille-Creme als Füllung kombiniert. Daneben boten „Die Spießer“ Pfaffendödel (Thüringer Bratwurst) und Moenchspiess (in Bier eingelegte Sau, Kraut und Backwerk) an.

Die Mitte vom Marktplatz war der flüssigen Nahrung gewidmet. Hier hatten sowohl die Midgard Schanke als auch die Grafentaverne ihre Stände, unter anderem mit heißem Met. Unter den historischen Weinen gab es auch das passende Getränk für den Start der Kampagne am Dienstag: „Narrenbrunnen“ – Orangen in Rum.

Zu später Stunde fand vor dem Vortaunusmuseum die Feuershow statt. Der Gaukler Laurin jonglierte dabei mit brennenden Stäben und zeigte auch Tricks mit brennenden Diabolos. Dabei trug er sogar einen brennenden Hut. Die Show wurde musikalisch von Viesematente begleitet. Beide hatten auch am Nachmittag Auftritte am Marktplatz und am Rathausplatz gehabt.

Am Sonntagnachmittag nutzten 20 Geschäfte in der Innenstadt die Chance, ihre Türen am verkaufsoffenen Sonntag zu öffnen. Die Band Whisky & Whistles unterhielt dabei die Besucher am Marktplatz, die sich nach dem Einkaufen mit heißem Met aufwärmten, mit traditioneller irischer Volksmusik.

Bei der Feuershow jonglierte Gaukler Laurin mit brennenden Stäben und zeigte Tricks mit brennenden Diabolos, während Viesematente dies musikalisch begleitete.Foto: Tappenden

Mit der Dämmerung am Samstagabend wurde es auch neblig am Mittelaltermarkt.

Beim Wohltätigkeitsbasar des Deutschen Frauenrings im Rathaus wurde allerlei angeboten. Foto: Tappenden

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