Kläranlage Oberursel:Moderne Technik für sauberes Wasser

Oberursel (ow) – CDU und OBG bringen Bürger, Fachwissen und kommunale Verantwortung zusammen – für Transparenz, verlässliche Infrastruktur und nachhaltigen Gewässerschutz.

Die CDU Oberursel hat im Rahmen ihrer letzten Ferienfraktion für den Sommer 2026 am Dienstag, 25. August, gemeinsam mit der OBG die Kläranlage Oberursel besucht. An der Führung nahmen mehr als 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Oberursel und Frankfurt teil. Ihre vielen Fragen prägten den Rundgang. Im Mittelpunkt stand die fertiggestellte Stufe 4a, mit der die Kläranlage heute die entsprechenden Anforderungen an eine moderne Abwasserreinigung erfüllt.

Die neue Leiterin der Kläranlage, Frau Stab, griff die Fragen auf und erklärte den Weg des Abwassers Schritt für Schritt. Am Zulauf beginnt die mechanische Reinigung mit Grob- und Feinrechen. Anschließend werden im Fettfang Fette aus dem Wasser entfernt, die den weiteren Reinigungsprozess beeinträchtigen könnten. Wichtige Bereiche sind zwei-straßig aufgebaut, damit der Betrieb auch bei Wartung oder Ausfall einer Linie weiterlaufen kann.

Auch die Energiegewinnung stieß auf großes Interesse. Organische Bestandteile werden im Faulturm bei etwa 37 bis 38 Grad verwertet. Das dabei entstehende Gas dient zum Heizen und zur Energieerzeugung. So deckt die Kläranlage rund ein Viertel ihres Energiebedarfs selbst.

Ein zentraler Baustein der Anforderungen der Einordnung in die Stufe 4a ist die für 16,9 Millionen Euro errichtete Sandfiltrationsanlage. Sie ist gegen Algenbildung überdacht und entfernt bis zu 98 Prozent des Phosphats. Während der zulässige Wert bei 0,4 liegt, erreicht die Oberurseler Anlage konstant etwa 0,2. Damit unterschreitet sie die Vorgabe deutlich. Die Ergebnisse werden monatlich an die Untere Wasserbehörde gemeldet und geprüft.

Auch aktuell wird an weiteren Entwicklungen der Kläranlage gearbeitet. Grenzwerte und Anforderungen werden anspruchsvoller, zugleich können Arzneimittel- und andere Spurenstoffe auch nach der Reinigung im Wasser verbleiben. Eine weitere Reinigungsstufe soll diese künftig stärker herausfiltern. Da die gesetzlichen Vorgaben noch nicht abschließend feststehen, werden mögliche Investitionen sorgfältig auf technische Eignung und Rechtssicherheit geprüft.

Susanne Kügel, Ortsvorsteherin von Weißkirchen, hatte den Besuch organisiert. „Der letzte Rundgang liegt sechs Jahre zurück. Damals standen die Schritte für die Stufe 4a noch bevor. Heute erfüllt die Kläranlage diese Anforderungen. Deshalb war es an der Zeit, den Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, wie sich die Anlage weiterentwickelt hat. Die vielen Fragen zeigen das große Interesse an dieser wichtigen Infrastruktur.“

Zum Abschluss dankte Erster Stadtrat Jens Uhlig Frau Stab für die ausführliche und verständliche Führung. „Der Besuch hat gezeigt, wie viel moderne Technik und tägliche Facharbeit hinter einer leistungsfähigen Kläranlage stehen. Mit der Stufe 4a ist Oberursel bei der Abwasserreinigung gut aufgestellt. Ich danke Frau Stab für den offenen Einblick und den Teilnehmenden für ihre klugen Fragen. Dieser Austausch von CDU, OBG, Fachleuten und Bürgerschaft schafft Verständnis und Vertrauen – eine gute Grundlage, um die weitere Entwicklung verantwortungsvoll zu begleiten.“



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