Attraktive Taunus-Wohnlage hat ihren Preis für Hauskäufer

Hochtaunus (how). Das Internetportal immowelt.de hat die Angebotspreise von Häusern in Frankfurt und 110 ausgewählten Gemeinden im Umland untersucht. Demnach werden Häuser in Frankfurt für durchschnittlich 600 000 Euro angeboten. Zahlreiche renovierungsbedürftige Bestandsimmobilien mit kleinen Grundstücken drücken den Preis nach unten. Neubauten oder sanierte Objekte sind hingegen deutlich teurer. Suchen Käufer im Osten der Finanzmetropole, finden sie auch preiswerteren Wohnraum. Neben den Preisen macht die kurze Pendeldauer manche Gemeinde besonders attraktiv.

Preiswerte Alternativen sind Nidderau mit einer Einsparung von 44 Prozent oder einem Preis von 339 000 Euro, Hainburg mit einer Ersparnis von 41 Prozent (355 000 Euro) oder Bruchköbel mit 38 Prozent (370 000 Euro). Den größtmöglichen Kontrast zu den preiswerten Gemeinden im Osten finden Käufer im Westen vor. Besonders im Taunus sind Häuser für eine normale Familie kaum leistbar. Die teuerste aller untersuchten Städte ist Kronberg mit mittleren Kaufpreisen von 990 000 Euro (65 Prozent über Frankfurt), dicht gefolgt von Königstein mit 975 000 Euro (63 Prozent). Damit sind beide Gemeinden knapp 400 000 Euro teurer als Frankfurt. Die Lage im Grünen und die kurze Pendelzeit von 30 Minuten ins Frankfurter Zentrum machen sie besonders attraktiv für Gutverdiener aus der Banken- und Finanzbranche. Das verdeutlichen die Pendelzahlen: Knapp jeder achte Bewohner arbeitet in Frankfurt. Luxuriöse Villen mit riesigen Grundstücken – teils neu gebaut, teils aufwendig saniert – prägen hier das Angebot. Auch weitere Gemeinden im Taunus, die binnen 30 Minuten aus dem Frankfurter Zentrum erreichbar sind, befinden sich preislich weit oben. In Bad Soden (793 000; 32 Prozent), Bad Homburg (759 000; 27 Prozent) und Oberursel (728 000; 21 Prozent) kosten Häuser im Durchschnitt mehr als 700 000 Euro. Nahezu auf Frankfurt-Niveau bewegt sich Friedrichsdorf (589 000 Euro; zwei Prozent Ersparnis). Am günstigsten wohnt man im eigenen Haus im Hochtaunuskreis in Weilrod, wo die Kosten mit 276 000 Euro eine Ersparnis von 54 Prozent bedeuten.

Die hohen Preise in Frankfurt haben dazu geführt, dass die Nachfrage in den Umlandgemeinden stark zugenommen hat. Die Folge: Es wird viel neu gebaut. Die Hauspreise sind dadurch in den vergangenen fünf Jahren teilweise sogar drei- bis viermal so stark gestiegen wie in der Finanzmetropole, wo sie sich um 33 Prozent verteuert haben. In Usingen hat sich der Hauspreis seit 2013 von durchschnittlich 212 000 auf 434 000 Euro mehr als verdoppelt. Dennoch bleibt die ehemalige Kreisstadt 28 Prozent unter dem Niveau von Frankfurt und rückt immer mehr in den Fokus, da sie eine preiswerte Alternative zu den teuren Gemeinden im Vordertaunus darstellt. Die gestiegene Nachfrage spiegelt sich auch in den Pendlerzahlen wider, die seit 2013 stark angestiegen sind.

Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise für Häuser in Frankfurt und den ausgewählten Umlandgemeinden waren 70 000 auf immowelt.de inserierte Angebote.

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