Landmaschinen vorsichtig überholen

Im östlichen Main-Taunus-Kreis sind – wie hier am Kronberger Hang in Schwalbach – schon viele Felder abgeerntet. Dennoch sind noch viele Landmaschinen unterwegs. Foto: Schlosser

Main-Taunus-Kreis (sz) – Auch im östlichen Main-Taunus-Kreis ist die Ernte zurzeit in vollem Gange. Dadurch sind wieder vermehrt landwirtschaftliche Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Der ADAC Hessen-Thüringen appelliert an Auto- und Motorradfahrer, besonders aufmerksam zu fahren.

Nach Angaben des Automobilclubs werden die Ausmaße von Traktoren, Mähdreschern und Anhängergespannen häufig unterschätzt. Erntemaschinen könnten mehr als die Hälfte der Fahrbahn beanspruchen, Gespanne seien oft länger als zehn Meter. Zudem hätten die Fahrer der landwirtschaftlichen Fahrzeuge nicht immer freie Sicht in alle Richtungen. Deshalb sollten andere Verkehrsteilnehmer nur auf übersichtlichen und ausreichend breiten Strecken überholen. Auch ein ausreichender Sicherheitsabstand sei wichtig, da Traktoren und Erntemaschinen häufig unerwartet in Feldwege abbiegen.

Besondere Vorsicht sei außerdem beim Rechtsabbiegen geboten. Wegen des großen Wendekreises müssten Landwirte oft zunächst zur Fahrbahnmitte ausscheren. Nachfolgende und entgegenkommende Fahrzeuge sollten in solchen Situationen notfalls anhalten und erst weiterfahren, wenn das landwirtschaftliche Fahrzeug vollständig abgebogen ist.

Der ADAC weist zudem auf verschmutzte Fahrbahnen hin. Erde, Lehm oder Erntereste könnten die Haftung der Reifen erheblich verschlechtern. Bei Regen entstehe daraus ein rutschiger Schmierfilm, den Fachleute auch als „Bauernglatteis“ bezeichnen. Für Motorradfahrer könnten außerdem auf der Fahrbahn liegende Rapssamen oder anderes Saatgut gefährlich werden. Grundsätzlich seien die Verursacher verpflichtet, Verschmutzungen zu beseitigen. Trotzdem empfiehlt der ADAC besonders auf Landstraßen und in der Nähe von Feldern eine vorausschauende Fahrweise.



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