Was schnauft da im Laub? Auf der Suche nach Igel und Maulwurf

Igel: Er steht auf der Roten Liste der Säugetiere.Foto: pixabay.com/Monika

Bad Soden (bs) – Viele kennen Igel und Maulwurf nur aus Kinderbüchern. Denn die beiden Gartenbewohner mögen es heimlich. Igel sind oft nur nachts oder in der Dämmerung unterwegs, Maulwürfe leben unter der Erde. „Da ist es schon Glück, diese beiden Tiere im Garten zu entdecken“, sagt Theresa Seidel, Citizen-Science-Expertin beim Naturschutzbund Deutschland (NABU). Um mehr über die Gartentiere zu erfahren, läuft vom 18. bis 28. September zum siebten Mal die bundesweite Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“. Sichtungen können mit Datum und Fundort unter Igelsuche.de eingetragen werden, am besten mit Foto und Hinweisen zum Fund.

Die gemeldeten Daten fließen in eine wissenschaftliche Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ein, denn es gibt bisher keine verlässlichen Zahlen zu den Beständen der beiden Tiere in Deutschland. „Gemeldet werden soll auch, wenn man tote Tiere findet, etwa auf der Straße“, so Seidel.

Wer etwas für Igel und Maulwurf tun möchte, sollte seinen Garten naturnah gestalten und beispielsweise das Herbstlaub im Garten liegen lassen. Es kann auf den Beeten oder unter Gehölzen ausgebracht werden und dient den Igeln als Winterquartier. Seidel: „Darüber hinaus überwintern im Laub Insekten, die für Igel und Maulwürfe eine wichtige Nahrungsquelle sind.“

„Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ ist ein gemeinsames Projekt von Deutscher Wildtier Stiftung, NABU-Naturgucker, Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung, Deutscher Gartenbau-Gesellschaft 1822, NABU und Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern. Ziel der Meldeaktion ist es, möglichst viele Daten zu den beiden Tieren zu sammeln und mittel- bis langfristig Populationstrends erkennen zu können. Aus den Daten können später Schutzmaßnahmen für Igel und Maulwurf abgeleitet werden. Der Igel steht auf der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands bereits in der Kategorie „Vorwarnliste“. Der Maulwurf wird noch als „ungefährdet“ geführt.

Mehr Infos und Beobachtungen melden:

www.igelsuche.de



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