Vom Taunus in die Welt Lebenswege der Familie Hirsch

Das zweite Haus von links ist das Wohn- und Geschäftshaus der Familie Hirsch am Rathausplatz in Wehrheim, das Bild wurde in den 1930er Jahren aufgenommen.

Foto: GHV Wehrheim

Bad Homburg (hw). Angelika Rieber, Susanne Kolass und Olaf Velte laden in Zusammenarbeit mit dem Geschichts- und Heimatverein Wehrheim am Sonntag, 31. Mai, um 17.30 Uhr in das Bürgerhaus in Wehrheim (Saal 1) ein und freuen sich, Nachfahren der Familie Hirsch aus den USA und England zur Buchvorstellung begrüßen zu dürfen.

Ausgehend von der jüdischen Familie Hirsch aus Wehrheim erzählt „Vom Taunus in die Welt“ die Geschichte eines Aufbruchs von einem Dorf im Taunus in die hessischen Mittelstädte, nach Frankfurt und ganz Deutschland – und verknüpft damit Lokalgeschichte mit anderen Regionen und mit den Entwicklungen in der Gesellschaft.

Die Biografien der Familienmitglieder berichten vom sozialen Aufstieg und den gesellschaftlichen Veränderungen seit dem späten 19. Jahrhundert. Sie spiegeln berufliche Mobilität und eine veränderte Rolle der Frauen, bevor die nationalsozialistische Verfolgung das Zusammenleben in der Gesellschaft gewaltsam beendete. Die Familienmitglieder wurden zur Flucht nach Europa, Nord- und Südamerika sowie Afrika gezwungen, während andere deportiert und ermordet wurden. Besonderes Augenmerk legt das Buch auf den Prozess der „Arisierung“ und auf das Verhalten der Beteiligten. Auch das dörfliche Zusammenleben in Wehrheim, während und nach der NS-Zeit und die Rolle des NS-Bürgermeisters werden in den Blick genommen. Einen Ausblick auf die Erinnerungsarbeit der Zukunft eröffnet die Schilderung der Spurensuche von Nachkommen der Familie Hirsch in der früheren Heimat ihrer Vorfahren.

Das Buch eröffnet damit einen eindrücklichen Zugang zur deutsch-jüdischen Geschichte vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Um entsprechend planen zu können, bitte die Veranstalter um Anmeldung bis Dienstag, 26. Mai, per E-Mail an ghv-w-archiv[at]gmx[dot]de.



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