Schwalbach/Wiesbaden (sz). Der Main-Taunus-Kreis und seine Städte und Gemeinden erhalten aus dem Sondervermögen Infrastruktur zunächst fast 100 Millionen Euro. Das teilt das Hessische Finanzministerium mit. Das Geld stammt aus der ersten Tranche des Sondervermögens Infrastruktur des Bundes. Weitere Mittel sollen in einer zweiten Tranche folgen.
Auf den Main-Taunus-Kreis entfallen 30.077.765 Euro. Schwalbach erhält 3.743.487 Euro. Auch die übrigen Kommunen im Kreis profitieren. Bad Soden bekommt zum Beispiel 6.958.659 Euro, Eschborn 5.430.637 Euro und Hofheim 11.007.885 Euro. Insgesamt summiert sich die erste Tranche für den Kreis und seine Kommunen auf 99.540.206 Euro.
Das Land Hessen gibt nach eigenen Angaben 63 Prozent der ihm aus dem Sondervermögen zustehenden Mittel an die Kommunen weiter. Insgesamt stehen den hessischen Städten, Gemeinden und Landkreisen damit 4,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Zunächst werden landesweit 3 Milliarden Euro verteilt. Weitere 1,7 Milliarden Euro sollen voraussichtlich im Jahr 2029 folgen. Grundlage sind dann aktuelle Daten zu Einwohnerzahlen und Finanzkraft.
Die Kommunen können das Geld „unbürokratisch“ einsetzen. Vorgesehen sind Investitionen unter anderem in Schulen, Kitas, Straßen, digitale Infrastruktur, Sportstätten, Kanalisation, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Das Geld kann auch an Träger weitergegeben werden, die kommunale Aufgaben übernehmen.
Voraussetzung für die Auszahlung ist noch die Zustimmung des hessischen Landtags. Das entsprechende Gesetz soll im März 2026 verabschiedet werden. Mit der Planung von Projekten können die Kommunen nach Angaben des Finanzministeriums bereits beginnen.