Das Rennen ist eröffnet
von Mathias Schlosser
Eine Überraschung ist es nicht, dass Thomas Milkowitsch für die CDU als Bürgermeisterkandidat antritt. Selbstverständlich ist das aber auch nicht.
Denn als Erster Stadtrat und Kämmerer weiß der 48-Jährige wahrscheinlich wie kein Zweiter, was auf ihn zukommt, sollte er die Wahl im kommenden Frühjahr gewinnen.
Da ist zum einen die Finanzlage, die das Regieren zwischen 2026 und 2032 sicher nicht leichter machen wird. Erstmals seit Jahrzehnten wird ein Schwalbacher Bürgermeister nicht mehr aus dem Vollen schöpfen können und den Bürgern auch die eine oder andere Zumutung antun müssen.
Thomas Milkowitsch weiß außerdem, dass das Schwalbacher Rathaus auf Grund der Altersstruktur der Führungsriege vor großen personellen Umbrüchen steht, was immer für Unruhe sorgt. Und schließlich muss auch in der Schwalbacher Verwaltung unter dem nächsten Bürgermeister die Mammutaufgabe Digitalisierung vorangebracht werden. Und als wäre das alles noch nicht genug, wartet auf den oder die Neue im Rathaus auch noch das Millionenprojekt Feuerwehrneubau, das sich für einen Bürgermeister sehr schnell zum Boomerang entwickeln kann.
In Zukunft kann sich Schwalbach keinen freundlichen Leichtmatrosen mehr leisten. Es braucht es einen sturmerprobten Kapitän mit Führungsqualitäten.
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