Schwalbach (sz). Seit dem 1. November unterstützt Sophia Popp das Sozial- und Jugendamt bei der Integrationsarbeit in Schwalbach. Die Stelle ist Teil des hessenweiten Projekts „Kommunale Integrationsguides zur Stärkung der Integrationserfolge“, kurz „KISI“.
Bürgermeister Alexander Immisch begrüßt die Besetzung der Stelle. „Wir freuen uns sehr, mit Sophia Popp eine engagierte und kompetente Ansprechpartnerin für das Thema Integration gewonnen zu haben“, sagte er. Ziel sei es, „Drittstaatsangehörigen“ den Einstieg in Schwalbach zu erleichtern, ehrenamtliches Engagement zu fördern und die Stadtgesellschaft weiter zusammenzubringen. Auch die Leiterin des Sozial- und Jugendamts, Brigitte Wegner, äußerte sich positiv zur personellen Verstärkung.
Das KISI-Programm richtet sich an Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern. In Hessen erhalten 42 Kommunen eine Förderung, darunter sechs im Main-Taunus-Kreis. Der Fokus liegt darauf, Menschen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union beim Ankommen zu unterstützen, gesellschaftliche Teilhabe zu erleichtern und Integrationsstrukturen dauerhaft zu stärken.
Als zentrale Ansprechpartnerin für Ausländer informiert Sophia Popp über Sprachkurse, Bildungsangebote und Möglichkeiten politischer Teilhabe. Sie gibt Orientierung zu grundlegenden Fragen des Alltags in Deutschland. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gewinnung und Begleitung von Ehrenamtlichen. Dazu arbeitet sie nach Angaben der Stadtverwaltung an der Schnittstelle zwischen Verwaltung, Ehrenamt und Bevölkerung und plant Informations- und Begegnungsangebote. Auch innerhalb der Verwaltung soll die Stelle wirken, unter anderem durch Kooperationen mit der Frauenbeauftragten, dem Ehrenamtsbeauftragten und dem Bürgerbüro.
„Schwalbach ist eine vielfältige Stadt, in der Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Bedürfnissen zusammenleben“, sagte Sophia Popp. Integration sei ein gemeinsamer Prozess, der Zugehörigkeit, Teilhabe und Begegnung ermögliche. Denkbar seien verschiedene Formate, von interkulturellen Abenden über Schulungen bis hin zu Informationsveranstaltungen.
Die 29-Jährige lebt seit 2021 im Rhein-Main-Gebiet. Aufgewachsen ist sie in München. Sie studierte Governance and Public Policy an der Universität Passau sowie Friedens- und Konfliktforschung mit Schwerpunkt Flucht und Migration an der Goethe-Universität Frankfurt sowie an der Technischen Universität Darmstadt. Berufliche Stationen führten sie unter anderem zur Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, zum bundesweiten Koordinierungskreis gegen Menschenhandel und zum „Joint Research Centre“ der Europäischen Kommission.
Sophia Popp ist während der Öffnungszeiten des Rathauses in Zimmer 212 erreichbar. Kontakt ist möglich per E-Mail an sophia.popp[at]schwalbach[dot]de oder unter der Telefonnummer 06196-804246.
Die 29-jährige Sophia Popp ist im Rathaus jetzt für Integration zuständig. Foto: Stadt Schwalbach
