Gottesdienst zu Demenz, Erinnerung und Hoffnung

Bad Homburg (hw). „Wenn Seifenblasen tragen“: Manche Erinnerungen steigen auf wie Seifenblasen – hell, schillernd, überraschend. Andere zerplatzen leise. Zwischen diesen Momenten bewegt sich das Leben vieler Menschen, die mit Demenz leben oder Angehörige begleiten. Ein besonderer Gottesdienst in Bad Homburg nimmt sich dieses sensiblen Themas an – behutsam, ehrlich und zugleich getragen von Zuversicht.

Am Sonntag, 26. April, um 10 Uhr lädt die evangelische Gedächtniskirche in Kirdorf zu einem stärkenden Gottesdienst ein, der in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Demenz des Hochtaunuskreises sowie der Stadt Bad Homburg gestaltet wird. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen von Betroffenen und Angehörigen – das Erinnern und Vergessen, das Tragen und Loslassen, aber auch die Frage, wo in all dem Halt zu finden ist. Dabei wird nicht nur die Zerbrechlichkeit thematisiert, die mit der Erkrankung einhergeht, sondern auch die Hoffnung, die vielen Menschen Kraft gibt. Ein biblisches Wort aus dem Buch Jesaja zieht sich wie ein Leitmotiv durch den Gottesdienst: „Bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen.“ Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch: Alexandra Rauf von der Fachstelle Demenz steht für Gespräche, Fragen und weiterführende Informationen zur Verfügung.

Der Gottesdienst versteht sich als Einladung – an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten, innezuhalten, zuzuhören und gemeinsam einen Raum zu erleben, in dem Erinnerung, Mitgefühl und Hoffnung ihren Platz haben.



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