CDU für ein Gymnasium in Bad Soden

Bad Soden (bs) – Die CDU-Fraktion im Stadtparlament von Bad Soden begrüßt und unterstützt die Pläne des Main-Taunus-Kreises, im Schulentwicklungsplan für die Jahre 2026 – 2031 den Bau eines neuen Mittelstufengymnasiums im Osten des MTK, bevorzugt in Bad Soden, festzuschreiben.

Die Gründe hierfür sind vielschichtig

Die Bevölkerungswachstumsprognose für den MTK liegt bis zum Jahr 2045 bei etwa 10 Prozent. Es besteht weiterhin eine starke Nachfrage nach Gymnasialangeboten, da sich 60-70 Prozent der Eltern den gymnasialen Bildungsgang für ihr Kind wünschen. Bereits jetzt kommt es zu Kapazitätsengpässen im gesamten Kreisgebiet, obwohl der Schulträger die bestehenden Schulen kontinuierlich durch das Bauen neuer Gebäude oder Anbauten an Bestandsgebäuden entlastet hat.

Gerade im Ostkreis des MTK liegt die Auslastung der Kapazitäten im gymnasialen Bereich beim Übergang in die Stufen 5 und 11 bei fast 100 Prozent. Verschärft wird die Situation auch dadurch, dass die an den Ostkreis angrenzenden weiterführenden Schulen des Hochtaunuskreises ebenfalls an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und die Aufnahme von sogenannten „Gastschülern“ aus anliegenden Kreisen immer schwieriger wird, zumal die Schulen nicht verpflichtet sind, Schülerinnen und Schüler aus anderen Schulamtsbezirken aufzunehmen.

Da viele weiterführende Schulen im Ostkreis aufgrund natürlicher Gegebenheiten nicht erweiterbar sind, weil sie stadtmittig liegen oder an Waldgebiete angrenzen, ist der Bau einer neuen Schule die einzig vernünftige Option.

„Seit Jahrzehnten ist keine neue weiterführende Schule mehr im Ostkreis des MTK gebaut worden, eine wohnortnahe Beschulung ist aber für die Kinder und deren Eltern von zentraler Bedeutung und in Bad Soden gibt es trotz einer Größe von ca. 23.000 Einwohnern keine weiterführende Schule. Der Bau in unserem Stadtgebiet bietet sich geradezu an und wir befürworten das schon lange“, so die Fraktionsvorsitzende Kathrin Mamok.

Derzeit müssen die Schülerinnen und Schüler, um eine weiterführende Schule zu besuchen, in Nachbarkommunen ausweichen.

„Als möglicher Standort böte sich das nähere Umfeld der Otfried-Preußler-Schule am Sinai an“, so Fraktionsvorsitzender Dr. Arne Hütte. „Dabei bietet sich der bislang zurückgestellte Bauabschnitt an, sodass das Gewerbegebiet nicht berührt wird, aber dessen Erschließung über die Limesspange mitgenutzt werden könnte.“

Mit dem Neubau eines Mittelstufengymnasiums in Bad Soden erhielten Eltern eine höhere Planungssicherheit die schulische Ausbildung ihres Kindes betreffend. Dies führe auch dazu, dass die Attraktivität der Stadt für Familien mit Kindern noch einmal in erheblichem Maße gesteigert würde, stellen Mamok und Dr. Hütte abschließend fest.



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