Simon Hauser gewinnt Science Slam

Zum Abschluss stellten sich die vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dem Votum des Publikums, das wie der gesamte Abend von Mathilde Himmelreich (links) und Thorsten Conrad moderiert wurde. Die Nase vorn hatte schließlich Simon Hauser (2.v.r.)Foto: te

Eschborn (te) – Vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben Mitte September beim sechsten Science Slam „Francly Science“ im „Eschborn K“ ihre Forschung vorgestellt. Die Themen reichten von spätmittelalterlichen Handschriften über die Erforschung von Nervenzellen und visuellem Lernen bis zur Radiochemie.

Den Wettbewerb gewann Simon Hauser. Der Altphilologe promovierte an der Universität Marburg und beschäftigt sich mit spätmittelalterlichen Handschriften. In seiner Dissertation untersuchte er die beiden bekannten Textzeugen des „Buchs des Gehorsams“. Dabei handelt es sich um einen pädagogischen Text aus dominikanischen Kreisen. Beim Science Slam trat Simon Hauser als Nonne verkleidet auf und verband sein Forschungsthema mit humorvollen Anspielungen auf den Wissenschaftsbetrieb in Marburg.

Jana Heysel stellte ihre Forschung zu Nervenzellen im Mausgehirn vor. Die promovierte Physikalische Chemikerin entwickelte während ihrer Promotion eine Methode, mit der sich Verbindungen zwischen Nervenzellen sichtbar machen lassen. Dafür kamen ein Mikroskop, Software und die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen zum Einsatz. Jana Heysel, die auch Musikwissenschaft und Musikpädagogik studiert hat, fasste ihren Vortrag am Ende in einem selbst geschriebenen und komponierten Lied zusammen.

Die Physikerin Sigrid Trägenap beschäftigte sich in ihrem Beitrag mit der Frage, wie das Gehirn visuell lernt. Die Radiochemikerin Aline Thumm schließlich gestaltete ihren Vortrag als Wissenschaftskrimi. Unter dem Titel „Der Fall der verschwundenen Radionuklide“ vermittelte sie ihr Forschungsthema nach dem Vorbild einer kriminalistischen Spurensuche.

Moderiert wurde der Abend von Mathilde Himmelreich und Thorsten Conrad. Nach den einzelnen Beiträgen konnten die Besucherinnen und Besucher Fragen an die Forschenden stellen. Am Ende entschied das Publikum den Wettbewerb zugunsten von Simon Hauser.



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