Es gab Zeiten, da warteten die Leser der FAZ am Sonntag sehnsüchtig auf die Herzblattgeschichten von Peter Lückemeier, damals auch Lokalredakteur der Frankfurter Allgemeinen.
Peter Lückemeier ist pensioniert und kann sich wie viele Journalisten nicht in den endgültigen Ruhestand begeben. Also schreibt er weiter und kümmert sich um Heimatliches – in diesen Wochen um Weihnachtliches.
So stellte er unter dem Titel „Weihnacht im Taunus“ ein Buch mit Geschichten, Texten, besinnlichen Bildern, Anekdoten, Anzeigen aus längst vergangenen Zeiten zusammen, das er als Wohlfühlbuch bezeichnet.
Es sind die Geschichten, die Ereignisse und Erlebnisse, die sich um Weihnachten drehen, von Usingen über den Taunuskamm mit Königstein bis nach Hofheim – also genau was die Menschen von damals bis in die Nachkriegsgeschichte dachten und taten – sicherlich auch in Kelkheim. Das Buch spiegelt Weihnachten wider mit Dingen, die es gar nicht mehr gibt, an die man nicht mehr denkt, aber so manches, das bis in die heutigen Tage Bestand hat. Es gibt Trauriges, Besinnliches, Fröhliches, Humorvolles, Nachdenkliches zu lesen, keine Herzblattgeschichten, aber eben Weihnachtliches in vielen Facetten und Farben, angereichert, obwohl sich der eine oder andere Schwank von damals auch als Hessen-Herzblatt geeignet hätte, mit besinnlichen Bildern, Berichten aus Tageszeitungen, Anzeigenblättern und Chroniken. – Societätsverlag. 18 Euro.