Fischbach (ju) – Wenn die Kerb noch kaum abgeklungen ist und der Duft von Sommerfesten und Festzelten gerade erst nachhallt – dann beginnt in Fischbach die stille Verwandlung: Aus dem bummeligen Ortsteil von Kelkheim wird ein Wintermärchen, das mit jedem Lichternetz und jedem Verkaufsstand ein wenig mehr Vorfreude entfaltet. Es ist der erste Weihnachtsmarkt im Stadtgebiet, und genau das macht ihn besonders: Als Auftakt, als Einladung, als herzlicher Eintritt in die Adventszeit. Vom 29. bis 30. November liegt wieder dieser Zauber über Fischbach, den viele so zu schätzen wissen.
Ein magischer Augenblick
Kaum betritt man den Kirchplatz bei der Katholischen Kirche Hl. Dreifaltigkeit (Fischbach), spürt man: Hier hat jemand mit Liebe jedes Detail arrangiert. Fachwerkhäuser rahmen die Szenerie ein, warme Lichterketten ziehen sich von der Kirche bis in die kleinen Gassen, und der Duft von Zimt, Tannengrün und gebrannten Mandeln steigt in die abendliche Luft – als wollte er sagen: Halte an, atme durch, lass dich tragen.
Kinderhände greifen nach Zuckerwatte, Erwachsene stehen mit einem dampfenden Becher Punsch in der Hand und schauen den Lichtern nach. Und irgendwo zwischen all dem summt eine Melodie – ein Chor singt, das Glockenspiel erklingt, und die Zeit scheint einen Takt langsamer zu schlagen.
56 Stände voller Vielfalt
In diesem Jahr haben sich die Organisatoren beim Kerbeverein Fischbach/Taunus e.V. rund um Ralf Fischer selbst übertroffen: 56 Stände – ein starkes Zeichen für Begeisterung und Gemeinschaft kurz nach der Kerb. Von herzhaften Köstlichkeiten bis zu liebevoll gestalteten Geschenkideen ist alles dabei. (Dein Einsatz, Ralf – chapeau!) Die Aussteller haben sich bemüht, ein ausgewogenes Angebot auf die Beine zu stellen: Essbares und Besuchbares, Blickfang und Geschmackserlebnis. Jeder Stand ein kleines Kapitel in dieser großen Geschichte von winterlicher Freude.
Warum gerade dieser Markt so besonders ist
Der Startschuss der Saison: Als erster Weihnachtsmarkt in Kelkheim steht er symbolisch dafür, dass jetzt die ruhige, besinnliche Zeit beginnt.
Die Kulisse: Ein kleines Dorf, Fachwerkhäuser, liebevolle Dekoration – nicht überdimensional, sondern charmant. So wird der Markt zu einem privaten Moment unter Freunden.
Die Gemeinschaft: Hier trifft man Nachbarn, alte Freunde, vielleicht Menschen, denen man seit Ewigkeiten nicht begegnet ist. Der Markt wirkt wie eine Einladung zurück zur Menschlichkeit, zur Wärme.
Die Vielfalt: Nicht der Standard-Weihnachtsmarkt mit 100.000 Besuchern – sondern etwas Greifbares. Jeder Stand erzählt eine eigene Geschichte, jedes Produkt ist ein kleines Kunstwerk.
Ein Tipp zum Einstimmen
Machen Sie einen kleinen Spaziergang vorher: Spüren Sie die letzten Tage der Kerb noch nach, mit einem leichten Brummen im Hintergrund, und dann – am Samstagabend – kehrt Ruhe ein. Der Markt, die Lichter, das leise Stimmengewirr – all das wird intensiver, wenn die Dunkelheit hereinfällt.
Manchmal lohnt es sich, früh zu kommen – wenn noch nicht alle Besucher da sind, aber schon Lichter und Hütten ihre Wärme ausstrahlen. Und dann einfach stehen bleiben. Ein Stand mit heißen Waffeln, ein weiterer mit handgefertigtem Schmuck. Zwischen all dem: ein Moment, der einfach gut tut.
