Kelkheim (kez/iba) – Die ukw hat ihre neue Kandidatenliste vorgestellt und zentrale politische Leitlinien für die kommende Wahlperiode erläutert. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat Dr. Jochen Ballach betonte dabei drei inhaltliche Kernpunkte: Stärkung demokratischer Kultur, finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommune und konsequente Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien.
Demokratie sichern durch sachorientierte Zusammenarbeit
Die ukw sieht die demokratische Kultur zunehmend unter Druck und setzt daher auf eine konsequent sachorientierte, kooperative Kommunalpolitik. Polarisierung und politische Blockaden sollen bewusst vermieden werden. Die Initiative betrachtet konstruktives Zusammenarbeiten im Parlament als unverzichtbaren Beitrag zur Stabilität der kommenden Demokratie. Ballach: „Beim Trinkwasserbrunnen haben ja auch ukw, CDU und SPD zusammengearbeitet, weil das alle als langfristiges Wasserkonzept verstehen.“
Finanzielle Entlastung der Kommune durch Förderprogramme
Angesichts angespannter kommunaler Haushalte hat die ukw eine interne Arbeitsgruppe eingerichtet, die systematisch Förderprogramme von Land und Bund analysiert und deren Abruf für kommunale Projekte vorbereitet. Ziel ist es, finanzielle Spielräume zu sichern, zusätzliche Mittel einzuwerben und damit die Bürgerinnen und Bürger über stabile Haushalte zu entlasten. Die Partei betont, dass notwendige Investitionen nicht alleine durch lokale Steuern getragen werden sollen. „Wir wollen zum Beispiel sehen, was mit Bezug auf Balkonkraftwerke möglich ist“, so Ballach, „unter Umständen gibt es da eine entsprechende Förderung vom Staat.“
Klimaschutz und Klimaanpassung als zentrale Zukunftsaufgaben
Die ukw unterstreicht, dass der Klimawandel trotz globaler Krisen weiterhin eine der wichtigsten Herausforderungen für Kommunen ist. Themen wie Hitzevorsorge, Strarkregenschutz, energetische Sanierung und nachhaltige Mobilität sollen weiterhin prioritär behandelt werden. Gleichzeitig sollen die Maßnahmen konsequent über externe Fördermittel finanziert werden, um die kommunalen Haushalte nicht zusätzlich zu belasten.
Doris Salmon, nominell die Nummer zwei auf der Kandidatenliste, ist seit 1994 bei der ukw, seit 1997 im Parlament. „Bei den meisten anderen Parteien kommt das Thema Umwelt und Klima im Grunde nicht vor, darum engagiere ich mich in der ukw. Die ist ja einst aus der Friedensbewegung heraus entstanden, als eine Partei für die Umwelt – und unter anderem gegen eine vierspurige Autobahn durch den Taunus. Entsprechend haben wir auch jetzt gegen den Ausbau von „Hornau West“ gestimmt, weil da mal wieder Fläche versiegelt werden soll. Wir möchten aber gerne Flächenentsiegelung, Kelkheim als Schwammstadt, wenn man so will.“
Zielbild der ukw
Die Initiative formuliert ein klares Leitmotiv: Eine demokratisch stabile, finanziell solide und klimafreundliche Kommune, die auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig bleibt. Der Spitzenkandidat Ballach betont seinen Anspruch, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit der ukw eine langfristig tragfähige kommunale Entwicklung zu gestalten.
Der musizierende Chemiker als Spitzenkandidat
Dr. Ballach arbeitet als analytischer Chemiker beim TÜV Süd, ist in seiner Freizeit Blasmusiker (beim Oberhessischen Blechbläserensemble), seit Jahren politisch engagiert – und auf Listenplatz eins der ukw. „Natürlich wollen wir die stärkste Fraktion in Kelkheim werden. Und natürlich werden wir – wenn wir dann gewählt sind – mit allen demokratischen Parteien reden, um Mehrheiten zu finden für das, was für Kelkheim und was für die Kelkheimer am besten ist. Als Musiker mag ich es von Hause aus, wenn Menschen gut zusammenarbeiten.“
Straffes Programm
Die Kandidatinnen und Kandidaten der ukw wissen, dass sie im Falle eines Wahlerfolges viele dicke politische Bretter werden bohren müssen. Der ÖPNV soll reibungsloser laufen, (Salmon: „Die Taunusbahn im Viertelstundentakt wäre natürlich toll – im Moment sind wir ja schon froh, wenn sie alle 30 Minuten zuverlässig fährt.“), punktuell sogar verbessert werden (Ballach: „Mit dem Colibri-Shuttle kommt ja in absehbarer Zeit schon einmal ein weiteres Standbein dazu“), zudem habe sich bei den sogenannten Stadtrundgängen ergeben, wo die Kelkheimer Bürger Nachholbedarf sehen, so wären Ladesäulen in Eppenhain und Ruppertshain wünschenswert, insgesamt eine bessere Fahrradinfrastruktur.
„Im Bereich Soziales haben wir die Jugend auf dem Schirm“, so Stefan Thalheimer, „Ferienspiele wollen organisiert werden, Jugendtreffs ebenso. Und wir werden immer mehr und mehr für die Rentner tun und tun müssen!“ Ein straffes Programm, dass sich die ukw daselbst auf die Fahne geschrieben hat, dafür sieht sich die Partei in der Breite und in der Tiefe gut aufgestellt, 68 Namen stehen insgesamt auf der Kandidatenliste, rund die Hälfte davon sind Frauen, auf den ersten 15 Listenplätzen alleine derer zehn.
Die ersten 15 Kandidaten
der ukw Kelkheim:
Dr. Jochen Ballach
Doris Salmon
Dr. Maxilmilian Alter
Wolf-Dieter Hasler
Alina Bach
Stefan Thalheimer
Iljana Schulz
Mafalda Pinto-Schneider
Wolfgang Coy
Barbara Kilb
Sabine Mündlein-Dosch
Christina Dornauf
Harpreet Kaur
Christine Hofmann
Sabine Scheffler-Buheitel
