Königstein (as) – Stolze 50 Jahre wird die Königsteiner Autoschau am Sonntag alt. Schwamm drüber, dass die Veranstaltung auf das veränderte Mobilitätsverhalten reagiert hat und auch die motorisierten und nicht motorisierten Zweiräder und den ÖPNV adressiert und dementsprechend seit dem vergangenen Jahr auf den Namen „Mobilitätsmesse“ hört. Die Autos stehen noch immer im Blickpunkt und werden wohl den größten Teil der Besucher am 19. April zwischen 12 und 17 Uhr in die Innenstadt locken. Zudem sorgt das Rahmenprogramm, das der Gewerbeverein HGK als Veranstalter zusammengestellt hat, dafür, dass der Sonntag wieder ein Tag für die gesamte Familie im Herzen Königsteins wird. Auch die Geschäfte werden an diesem verkaufsoffenen Sonntag zwischen Georg-Pingler-Straße, Hauptstraße und Kirchstraße ihre Türen öffnen dürfen, was – so die Erwartung des HGK – hoffentlich viele machen werden.
„Wenn das Wetter wieder besser wird, werden wir viel zu tun bekommen“, blickt der HGK-Vorsitzende Udo Weihe voraus. Das möchten gerne auch die Autohäuser, die seit dem Neustart mit dem neuen Eventteam des HGK im vergangenen Jahr wieder zahlreicher vertreten sein werden als in den Jahren zuvor.
Die Autos
Vor der Kur- und Stadtinformation wird das Autohaus Marnet (Avemo) mit 15 Autos der Marken Audi, VW, Seat und Cupra vertreten sein – und in diesem Jahr auch nicht nur mit Modellen aus dem oberen Preissegment. Rund um den Brunnen vor der Villa Borgnis wird wieder Auto Weller aus Bad Homburg seine ebenfalls 15 Autos der Marken BMW, Mini und Austin präsentieren. Etwas weitergewandert in Richtung oberer Kurpark, trifft der Autointeressent auf dem Rathaus-Vorplatz auf die bunteste Mischung. Neben Sportwagen-Edelschmiede Lotus, die erneut zwei elektrische Modelle zeigen wird, ist die Marke BYD, präsentiert von Auto Weller Kronberg, erstmals mit mindestens drei Fahrzeugen auf der Königsteiner Messe vertreten. Ebenfalls auf dem Rathausvorplatz schlägt das Totyota-Autohaus Nix seine Zelte auf und zeigt ebenfalls die mögliche Höchstzahl von 15 Autos. Natürlich wird bei – fast – allen Autohäusern und Herstellern die komplette Antriebs-Bandbreite vom Verbrenner über den Hybriden bis hin zum reinen Elektroauto abgebildet. Interessante Umbauten zu behindertengerechten Fahrzeugen stellt zudem die Handicap Mobil GmbH aus Nieder-Olm bei Mainz auf dem Kapuzinerplatz vor.
Fahrräder
Die Fahrradmeile Georg-Pingler-Straße ist nicht ganz so vielfältig, aber ebenfalls interessant bestückt. Erstmals dabei ist der CUBE Store Hofheim, nach dem ersten Auftritt im Vorjahr ist auch die Lenz E-Bikes GmbH wieder dabei. Und der ADFC Königstein wird wieder eine Fahrrad-Codierung anbieten und steht als Diskussionspartner zum Thema Radverkehr zur Verfügung. Weiterhin mit Ständen in der Stadtmitte vertreten sind die Verkehrsverbände VHT und RMV sowie natürlich die Stadt Königstein, wo neben der thematisch passenden Ansprechpartnerin, Mobilitätsmanagerin Clara Scheffler, auch das – an diesem Ort ebenfalls passende – Planungsteam der Stadt und die Ingenieure des Stadtplanungsbüros IMB-Plan vertreten sein werden, die sich gerne den Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Umgestaltung der Stadtmitte stellen.
Besondere Aktionen
Das Thema Mobilität muss auch immer ein bisschen mit Action und Gaudi verbunden sein. Das im vergangenen Herbst erstmals auf der abschüssigen Kirchstraße veranstaltete Kettcar-Rennen zieht auf die flache Georg-Pingler-Straße um. Nach welchem Modus gefahren wird, hängt von den Anmeldungen ab. Offen ist das Rennen ab 16 Jahren und es besteht Helmpflicht. Die Veranstalter bitten darum, eigene (Fahrrad-)Helme mitzubringen. Ebenfalls vor der Fahrschule von HGK-Vorstandsmitglied Stefan Hüttl wird es eine Pit-Stop-Challenge für Jung und Alt geben, bei der es wie beim Boxenstopp im Motorsport natürlich darum geht, möglichst schnell vier Reifen zu wechseln.
Und auch eine Kinderschminkstation findet sich in dieser hinteren Ecke der Greog-Pingler- in Richtung Klosterstraße. Die Busse halten an diesem Tag im Übrigen in der Adelheidstraße, die Veranstaltungsfläche ist durch Überfahrsperren gesichert.
Und speziell für Pausen bei langen Autofahrten bietet Yoga-Lehrerin Annamaria von Yogakalypse passende Übungen zum Mitmachen und Einprägen ein – damit auch Fahrer und Fahrerin mobil bleiben.
Shopping-Highlights
Etwas versteckt in der Hauptstraße 25a in den ehemaligen Räumlichkeiten von Wohnkultur Klautke eröffnet Stella Schreiber für eine Woche einen Pop-up-Store, der auch im Mai und im Juli nochmals „aufploppen“ wird. Die frühere Inhaberin des Shops Stella Escava (ebenfalls auf der Hauptstraße) bietet auch am verkaufsoffenen Sonntag selbst kuratierte, exklusive Schmuck-, Design- und Modeartikel an.
Gegenüber in der Hauptstraße gibt es bei Herrenausstatter Günter Ernst am Sonntag einen „Maßtag“. Hier können sich Herren Anzug, Sakko oder Hose auf Maß anpassen lassen.
Auch hierfür ist ein solcher Sonntag wie geschaffen. Einfach mal in Ruhe und ohne Alltagsstress bei den Königsteiner Einzelhändlern hereinschauen und herumstöbern – sie haben mehr zu bieten, als viele glauben.
Speisen und Getränke
Was natürlich immer geht zwischen Autos, Geschäften und Mitmachaktionen, ist ein „Pitstop“ an einem der Verpflegungsstände. Der beliebte Wildbratwurststand befindet sich in diesem Jahr wieder am Kapuzinerplatz, während die „Genussmeile“ Hintere Hauptstraße mit Hamburgern, Bratwurst, einem Craftbeerstand und dem Crêpestand von Schülerinnen der St. Angela-Schule aufwarten kann. Nur auf den beliebten Käsekuchenstand muss wegen Terminüberschneidungen verzichtet werden. Dafür gibt es bei der Fahrschule Hüttl noch kleine, feine italienische Spezialitäten von Giovo.
Messe im nächsten Jahr fraglich
Wer Lust auf Autos, Action und Angebote hat, sollte die Mobilitätsmesse am Sonntag auf keinen Fall versäumen. Denn ob es im kommenden Jahr eine 51. Auflage geben wird und wie diese aussehen könnte, ist aktuell völlig offen. Die Stadtmitte wird wegen ihres dann voraussichtlich fortgeschrittenen Umbaus kaum zur Verfügung stehen und der Kurpark nur eingeschränkt. Ein Jahr Pause ist durchaus möglich. Darüber wollen sich die Verantwortlichen vom HGK aber nicht vor der Zeit den Kopf zerbrechen, sie wollen erstmal am kommenden Sonntag viel zu tun haben – und möglichst viele Gäste in der Innenstadt begrüßen.
