Neuer Glanz und regionale Küche: Erste Renovierungs- und Umbauphase im KTC Königstein abgeschlossen

Der neue moderne Empfangsbereich im KTC wartet mit Deutschlands erster Sitzrezeption auf. Auch Hunde sind hier herzlich willkommen. Fotos: Behr

Königstein (cb) – Großzügig, offen, modern und mit neuem Königsteiner Küchenchef – so präsentiert sich das am Ende des Ölmühlweges in einem großen Park gelegene KTC Königstein stolz seit diesem Herbst. Damit holt das Tagungshotel den schönen Blick auf die malerische Waldlandschaft von außen nach innen und bringt dazu passend regionale Köstlichkeiten auf den Tisch.

Im ehemaligen Kommunikations- und Trainings-Center der Commerzbank ist die erste Renovierungs- und Umbauphase erfolgreich abgeschlossen. „Mit einem Investitionsvolumen von rund einer Million Euro wurde seit Anfang des Jahres in Haus 1 des Gebäudekomplexes kräftig durchgeputzt“, verkündete Dr. Anton Hoefter, Geschäftsführer der KTC Königstein GmbH kürzlich im Rahmen eines Pressegesprächs. Seitdem erstrahlen Rezeption, Lounge, Bar und der Kaffeepausenbereich vor den Tagungsräumen und auch das Restaurant in neuem Glanz.

Königsteiner Koch, regionale Küche

Neu gestaltet und zudem seit November mit neuem Küchenchef besetzt wurde auch das Restaurant mit seinen rund 200 Plätzen. Der Königsteiner Koch Sebastian Möller will neben Tagungs- und Hotelgästen ab 2020 auch Königsteiner und Gäste aus der Umgebung zum kulinarischen Genuss à la Carte einladen, und das an 365 Tagen im Jahr. Dabei greift der 34-Jährige, der sein Handwerk im Feldberghof gelernt hat, vor allem auf Produkte von lokalen und regionalen Lieferanten zurück. Mit Kreationen der Taunusregion „von Oma neu interpretiert“ wie zum Beispiel „Ebbelwoi-Hinkelchen mit Schmorgemüse und gebackener Kartoffel“ oder der „grünen Ema“, einer hessischen Tasche mit Frankfurter grüner Soße, wollen der Koch und sein zehnköpfiges Team die Gäste von nah und fern kulinarisch verwöhnen.

Natur und Ursprünglichkeit

Die Taunusregion, Natur und Ursprünglichkeit sind überhaupt wichtige Schlüsselworte im neuen Hotel- und Designkonzept des KTC Königstein. Ein offener, lichter Empfangsbereich, flexible Arbeitsstationen und eine gemütliche Vintage-Lounge im ersten Stock prägen den Charakter des Haupthauses. Neues Lounge-Mobiliar aus Naturholz gemischt mit Möbeln aus den 50er und 60er Jahren, die zum Teil von Flohmärkten und Online-Händlern stammen, verleihen dem Ganzen eine lässige Note und unterstützen das Konzept der Nachhaltigkeit.

Dabei findet sich auch der äußere graue Betoncharakter in Farben und Materialien zeitgemäß und geschmackvoll umgesetzt im Innern wieder. Wieder entdeckt wurden im Zuge der Renovierungsarbeiten zudem auch wahre Kunstschätze im ersten Obergeschoss. „Wir haben hinter den Wandverkleidungen ausgefallene Wandbilder international bekannter Künstler wie Katharina Grosse und Leni Hoffmann gefunden und besonders herausgestellt“, demonstrierte der KTC-Geschäftsführer stolz.

Entwicklung seit Übernahme

Die Königsteiner Hotel- und Tagungsanlage, die aus einem Ensemble von sechs miteinander verbundenen Häusern und 218 Zimmern besteht, und mit ihren 40 Veranstaltungsräumen für bis zu 500 Personen als eines der größten Kongress- und Tagungszentren im Rhein-Main-Gebiet gilt, gehört seit Juli 2018 zu der in München ansässigen Morton Group GmbH. Dort wird sie von der ebenfalls dort ansässigen BOLD-Hotelgruppe geleitet.

Im Januar fiel dann unter der neuen Federführung der Startschuss zu den ersten Umbauarbeiten. „Bisher war das gesamte Objekt eher praktisch, funktional und zweckmäßig aus- und eingerichtet“, so Hoefter. „Die Neugestaltung der öffentlichen Bereiche trägt der veränderten Arbeitsweise in der heutigen Zeit Rechnung mit funktionalen Arbeitsbereichen, die – abhängig vom individuellen Bedürfnis – sowohl Rückzugs- als auch kreativer Ort der Begegnung sein können“, erklärte der KTC-Geschäftsführer weiter.

„Wir wollen unseren Gästen mehr Raum für Kommunikation und das ideale Ambiente für kreatives Arbeiten und zum Wohlfühlen schaffen“, ergänzte Yvonne Federhoff, die seit einem Jahr als Hoteldirektorin für frischen Wind sorgt.

Das gilt auch für die mittlerweile 64 Mitarbeiter (davon neun Auszubildende) des Hauses.

„Der neue Empfangsbereich ist nicht nur zentraler Treffpunkt, sondern beherbergt auch eine Innovation für die Mitarbeiter: Hier gibt es nämlich Deutschlands erste Sitzrezeption für ergonomisches Arbeiten“, betonte Federhoff, die inzwischen fast 20 Jahre Erfahrung im Frankfurter Messe- und Hotelmarkt mitbringt.

Zweiter Bauabschnitt Anfang 2020

Für den zweiten Bauabschnitt, der Anfang 2020 beginnen soll, ist die Renovierung von Haus 6 inklusive der Hotelzimmer geplant. Ziel sei es, die bislang noch 100 Einzelzimmer ebenfalls für Doppelbelegungen auszustatten und damit auch für die zukünftig verstärkt anvisierte Zielgruppe der Wochenendurlauber mehr Kapazitäten zu schaffen, schilderte die Hoteldirektorin. Auch hier werden sich die Kosten auf etwa eine Million Euro belaufen. Mit einem Gesamtbudget von 13 Millionen Euro wollen die Betreiber des KTC Königstein das gesamte Tagungshotel bis Ende 2023 bei laufendem Betrieb renovieren sowie neu ausstatten.

Dabei solle jedes einzelne Haus der sechs Gebäude einen ganz individuellen Charakter erhalten, der eng mit der Geschichte der Region verknüpft sei und die besonderen Werte des Taunus aufgreife, verriet die gelernte Hotelfachfrau. Dementsprechend werde sich das Hotel auch in 2020 mit einem neuen Namen unter der Marke BOLD präsentieren, fügte KTC Geschäftsführer Dr. Anton Hoefter hinzu.

Vollhotel für Freizeitgäste

Erste Veränderungen der Neuausrichtung waren bereits seit Ende 2018 spürbar: So ist aus dem KTC Königstein inzwischen ein Vollhotel geworden, das längst nicht mehr nur ein Geheimtipp für Bänker der Region ist. Mit seinem hauseigenen Fitness- und Wellnessbereich und der 2,4 Hektar großen Parkanlage mit kleinem See und dem Teehaus, einem winzigen Fachwerkhaus mitten im Park für Gespräche in kleiner Runde oder romantische Abende, wird das KTC inzwischen auch an Wochenenden von Urlaubs- und Freizeitgästen gebucht. „Wir haben hier bereits eine gute Belegungsrate von 30 Prozent erreicht, die wir im nächsten Jahr steigern wollen“, so die Hoteldirektorin.

Nach wie vor sind Tagungs- und Veranstaltungskunden aus ganz Deutschland mit einer Belegungsrate von 80 Prozent während der Woche eine der wichtigsten Zielgruppen.

„Wir können jedoch alle Segmente für den normalen Geldbeutel bedienen“, freute sich Federhoff. Zielgruppen seien deshalb zukünftig auch verstärkt Frauen, die ein Shopping- und Wellness-Wochenende vor den Toren Frankfurts verbringen wollten sowie Naturliebhaber und vor allem auch Hundefreunde. Bereits jetzt gebe es auch Seminarteilnehmer, die mit Hunden anreisen.

Das KTC als wichtiger Teil der Stadt

„Für die Zukunft basteln wir noch an vielen Ideen, wie wir unser Haus und auch den großen Park für die Königsteiner Bürger öffnen können“, kündigte Yvonne Federhoff vielversprechend an. Das KTC wolle sich verstärkt mit und für Königstein engagieren, um voneinander zu profitieren. „Wir wollen ein Teil der Stadt sein“, versicherte die Hotelchefin. So werde das Hotel jetzt schon gerne von Bürgern für Hochzeiten und private Feierlichkeiten gebucht, selbstverständlich ohne Feuerwerk getreu dem Motto „mit und in der Natur“.

Wer sich persönlich von den Neuerungen im KTC überzeugen will, hat am 30. November ab 16 Uhr beim „White Vintage Christmas Market“ im Hotelpark die nächste Gelegenheit dazu. Ein Hüttendorf mit den verschiedensten Geschäften, ein Berberzelt, eine Gin Bar und genussvolle Gaumenschmankerl laden bei stimmungsvoller Jazz-Musik zum entspannten Weihnachtsbummeln ein.

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