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(S)TÜRMisches

Die Entscheidung über den nächsten CDU Parteivorsitz steht zwar an, aber wer soll’s denn sein bei einer Auswahl von Kandidaten, denen jede Strahlkraft fehlt und die trotzdem auch noch Kanzler werden möchten? Es gibt Menschen, die ständig auf Angela Merkel herumgehackt haben, das aber inzwischen bereuen. Die ausgewiesene Krisenkanzlerin ist nämlich nur schwer wegdenkbar, und natürlich war sie es, die auch beim neuesten Russland-Ukraine Konflikt einfach zum Telefon gegriffen und Herrn Putin angerufen hat. Der spricht nämlich mit ihr, egal, was am Ende dabei herauskommt. Ob er das auch mit AKK, Jens Spahn oder Friedrich Merz tun würde, falls er den nicht gerade für eine neue Gaspipeline benötigt? Braucht Deutschland einen Parteivorsitzenden, der nach Jahren des Geldscheffelns unter Einsatz seiner Beziehungen in der Politik aber ohne Kenntnis der politischen Realitäten aus den Niederungen der Wirtschaft aufgetaucht ist, um seiner einstigen Widersacherin zu zeigen, wo der Hammer hängt? Wer angesichts von zahlreichen Deutschen, die gerade genug zum Leben haben dazu rät, Aktien als Altersvorsorge zu kaufen und gern auch noch das Grundrecht auf Asyl abräumen würde, der wäre wohl kaum am richtigen Platz. Die Krisen in der Welt werden nämlich nicht weniger, und dagegen hilft auch keine unverblümte Sympathie für einen kaum gedrosselten Kapitalismus. Jens Spahn ist wohl schon hinten runtergefallen und sollte sich weiter um das marode Gesundheitssystem kümmern, und Annegret Kramp-Karrenbauer würde wohl am wenigsten Unheil anrichten, aber könnte sie auch das internationale Format von Merkel erreichen? Politik wird immer globaler, und deshalb stünde Deutschland eine Lichtgestalt mit mutigen Visionen wie einst Obama oder Macron gut zu Gesichte. Zwar ist Obama an den Republikanern gescheitert, aber immerhin hat er vielen Menschen Hoffnung gegeben. Das gilt auch für Macron, der gerade um die Umsetzung seiner Reformen kämpft und dabei vielleicht auf der Strecke bleiben könnte. Aber muss man deshalb den Wunsch nach einem charismatischen Politiker ganz begraben? Auch Deutschland bräuchte jemanden, der das Land auf Vordermann bringt, obwohl aus Regierungs- und Wirtschaftskreisen ja nur Eigenlob für volle Staatskassen und Vollbeschäftigung erklingt. Letztere ist allerdings vor allem sinkenden Löhnen und Gehältern, Zeitverträgen und schäbigen Subunternehmern zu verdanken, und kritische Medien zeigen dank der Pressefreiheit auch diese Seite der Medaille. Es wäre allzu verwegen zu hoffen, dass der nächste Kanzler so absurde Versprechen erfüllen könnte wie die Behauptung, Deutschland würde Spitzenreiter in Sachen Klimaschutz oder Digitalisierung werden. Leider fehlt es dafür nämlich an der benötigten IT Infrastruktur, und die Klimaschutzziele können schon jetzt nicht mehr eingehalten werden. Aber eine Nummer kleiner wäre ja auch schon gut: Bezahlbarer Wohnraum, auskömmliche Renten, anständige Entlohnung, wenigstens ein Blick auf die immer mehr werdenden Solo-Selbstständigen ohne Lobby sowie eine menschenwürdige Pflegesituation, usw. Wem von diesen drei Kandidaten wäre all das wohl zuzutrauen? Das fragt sich

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