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Countryfans kamen voll auf ihre Kosten

Viele Countryfans waren extra für die „Purling Brooks Band“ nach Kronberg gereist, die für stimmungsvollen handgemachten und tanzbaren Country bekannt ist. Fotos: Westenberger

Kronberg (mw) – Gut gelaunt, die meisten mit Cowboyhüten ausgestattet, feierten die Gäste unter den Marktarkaden auf dem Berliner Platz zum 24. Mal den Country-Tag, den die Carnevalsgesellschaft 1886 gemeinsam mit der Stadt Kronberg ausrichtet. Schon bei dem Auftritt der Country-Band „Go West“ am frühen Mittag waren viele Countryfans von nah und fern der Einladung nach Kronberg gefolgt. Richtig voll wurde es jedoch mittags zum Auftritt der „Purling Brooks Band“, die es verstand, mal mit schnellen, mal mit langsamen Stücken, meistens aber frech zum Tanz aufspielte, mit der Fiedel, typisch für diese Musik. So wurden Oldies, Rock, Rock‘n Roll, Skiffle, Folk, New Country und Country zu einem hörenswerten und tanzbaren Genuss zusammengefügt. Die über den Tag verteilt rund 350 Countryfans genossen dieses Angebot bei lauen Sommergraden, um ausgiebig dem Line-Dance – dem Tanz in Reihen und Linien – nachzugehen. Für die Gäste aus Limburg, die amerikanische Freunde haben, war das ein ganz besonderes Erlebnis, denn sie hatten in Limburg mit einer kleinen Gruppe von Gleichgesinnten bei einem Line-Dance-Tanzkurs bei der Volkshochschule mitgemacht und waren nun bei der Suche nach einer Gelegenheit, ihn bei einem Country-Fest zu erproben, in Kronberg gelandet. „Wir waren ganz erstaunt als wir heute hier ankamen, dass es doch so viele Menschen gibt, die das tanzen können“, erzählen sie lachend. Sie konnten ja nicht wissen, dass der Country- und Westerntanzclub Bommersheim, als Nachbar von Kronberg, selbst Line-Dance-Kurse anbietet, die sich wie man auf der Tanzfläche bemerkte, großer Beliebtheit erfreuen. Vielleicht hätte man ihnen noch verraten sollen, dass sie dort am kommenden Wochenende, 15. und 16. Juli, beim Sommerfest mit Westernlager gleich weitertanzen können. Am Tisch hatte man sich bei Gegrillten und einem kühlen Bier jedenfalls schnell angefreundet und konnte erfahren, wie die Begeisterung für Countrymusik und die Amerika-Affinität zustande kamen. Horst Hofmann beispielsweise erzählte, dass er noch i die Amerikaner in Friedberg miterlebt hat. Seine Prägung hat bis heute gehalten, er liebt das Elvis Presley-Fest genauso wie die amerikanischen Wagen. Und Harald Hörle hat die Amerika-Verbundenheit während der Bundeswehrzeit entwickelt. „Meine Bundeswehrzeit war noch mitten im Kalten Krieg. Da gab es die Amerikaner als Freunde und alle anderen galten nun einmal als Klassenfeind.“ Gemeinsam wurde auch daran erinnert, dass in Weißkirchen seinerzeit der AFN-Sender installiert war. „Da wurde morgens nichts anderes als Country gespielt.“ Es gab also kein „Entrinnen“. Wer von diesem Sender beschallt wurde, musste ja Countryfan werden.

Dankbar sind sowohl der erste Vorsitzende der Carnevalsgesellschaft Friedel Haag als auch sein Stellvertreter, Markus Seibert, der Sohn des verstorbenen Hans-Dieter Seibert, der die Carnevalsgesellschaft viele Jahre lang als Vorsitzender prägte, den vielen Helfern, die all die Jahre zum Gelingen des Festes beitragen. „Ohne viele andere zupackende Hände, die gar nicht unbedingt dem Verein angehören, könnten wir das Fest gar nicht stemmen“, sagen sie übereinstimmend, das dem ältesten Carnevalsverein im Taunus neben der Teilnahme am Weihnachtsmarkt die meisten Einnahmen beschert.

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