Kunst im Fünfeck-Turm – aus alter Buche sind fünf Stelen geworden

Fünf Stelen haben im Fünfeck-Turm, dem ältesten Bauwerk der Burg, ihren festen Platz gefunden.

Foto: K. Steffens

Kronberg (kb) – Mit einer kleinen Feier präsentierte der Burgverein seine erste Dauerausstellung auf der Burg, „die Aufrechten“. Fünf Stelen, von dem Holzgestalter Matthias Schmidt aus Schmitten geschaffen, die einen Herrscher mit seiner Dame, Burgfräulein, Bischof und Ritter darstellen, haben im Fünfeck-Turm, dem ältesten Bauwerk der Burg, ihren festen Platz gefunden.

Gerd Jungbluth, Mitinitiator des Projekts beric

htete über den langen Weg von der Überlegung „Feuerholz oder Kunst?“, nach dem Zusammenbruch der alten Buche im Eibenhain, bis zum Einzug der fünf Figuren auf der Oberburg und dankte den Mitgliedern aller Arbeitskreise, die zum Gelingen des Projekts beigetragen hatten, denn, frei nach Karl Valentin, „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“. Er beschrieb die Arbeit mit der Kettensäge, die Matthias Schmidt als Werkzeug verwendet – ein aggressives Instrument, das fast zärtlich eingesetzt, natürliche Formstrukturen aufgreift und freisetzt. So sind im Haar des Königs Bruchlinien erhalten geblieben, die beim Sturz des Baumes entstanden.

Durch die sensible Positionierung der hohen Stelen im Innenraum entsteht die Verbindung der Figuren untereinander, andererseits führt der Kontakt mit dem Betrachter geradewegs in die Vergangenheit des Bauwerks.

Matthias Schmidt, sichtlich erfreut über den Erfolg seines Werks, nannte die Burg „den schönsten Arbeitsplatz im Taunus“.

Ab sofort erwarten die Stelen auf der Oberburg ihre Besucher.

Holzgestalter Matthias Schmidt
Foto: privat

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