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(S)TÜRMisches

Es gibt sicher viele Trump-Wähler, die in Deutschland nur ein Synonym für Bayern, Bier und Sauerkraut sehen, obwohl es bekanntlich noch 15 weitere Bundesländer gibt. Die neueste GroKo allerdings erweckt den Eindruck, dass diese Amerikaner nicht ganz Unrecht haben könnten und die Alpenrepublik nun auch den Rest übernimmt. Dabei zählt die CSU zu den kleinsten Parteien und könnte, bundesweit gesehen, kaum mehr als fünf Prozent der Stimmen einsammeln. Obwohl keiner ihrer Repräsentanten die hochdeutsche Sprache beherrscht, geht es diesem Bundesland wirtschaftlich besonders gut. Warum? Weil die Verantwortlichen der CSU bis heute die Chuzpe haben, immer als erste und am lautesten „hier“ zu schreien, sobald Fördergelder aus dem Brüsseler Topf verteilt werden sollen. Kein Wunder also, dass sich jetzt ganz unauffällig die Meldung findet, der deutsche Innenminister, ein berüchtigter Bayer, habe seinen von Anfang an völlig übertriebenen Hofstaat von 1.600 Männern und ein paar Frauen noch mal aufgestockt. Jetzt darf er 2.000 Mitarbeiter inklusive einer weiblichen Pressesprecherin beschäftigen. Und wer bezahlt das alles? Richtig, der Steuerzahler! Wo bleibt eigentlich der Aufschrei der Wähler, der CDU und der SPD angesichts zahlreicher Edelkarossen, Büros und Wohnungen für ein Ministerium, das der Chef selbst versehentlich mal „Heimatmuseum“ genannt hat? Nicht zu überhören sind auch die aggressiven Töne seiner Volksgenossen in Berlin, die bisher in Bayern zwar auch nicht besonders zurückhaltend waren, dafür aber ziemlich unbedeutend. Das ändert sich gerade, seit dieser Herr Dobrinth, der während seiner Zeit als bayerischer Verkehrsminister rein gar nichts Vernünftiges gestemmt hat, zum Landesgruppenchef der CSU in Berlin befördert wurde und nun von da aus seine Dreistigkeiten lauthals von sich geben darf. Dann gibts da noch die Quotenfrau Dorothee Bär, die vorher angeblich zusammen mit Dobrindt auch für das Digitale verantwortlich gewesen sein soll. Keiner weiß, was die beiden da wohl erreicht haben könnten, aber egal: Jetzt ist sie jedenfalls die zuständige Staatsministerin (was immer das ist) für das wichtigste Zukunftsressort überhaupt. Währenddessen feiert Markus Söder, der neue Ministerpräsident von Bayern, sein Land auf jeden Fall bis zur Landtagswahl lauthals als die Krönung der Schöpfung, während Andreas Scheuer, ständiger Begleiter von Seehofer, als Verkehrsminister in Berlin für „Bayern First“ sorgen darf. Von zehn Niederlassungen seiner geplanten Infrastrukturgesellschaft zur Neuordnung der Straßenverwaltung hat er allein zwei für Bayern vorgesehen! Dafür soll Hessen leer ausgehen, obwohl es immerhin das Bundesland mit der höchsten Verkehrsbelastung und den meisten Autobahnbaustellen ist!

Zu alldem übt sich die Kanzlerin in vornehmer Zurückhaltung, dabei wäre angesichts der nicht wirklich nachvollziehbaren bayerischen Dominanz ein Sturm der Empörung fällig. Wieder einmal bestätigt sich die Wahrheit der guten, alten Binsenweisheit: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“.

So viel zum Thema Europa – armes Deutschland!

Trotzdem wünscht Ihnen ein schönes Wochenende,

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