Hessenweite Studie im Schulbau – Hochtaunuskreis erreicht beste Werte

Hochtaunuskreis. – In einer hessenweiten Studie der Landkreise und kreisfreien Städte der Lehrergewerkschaft GEW hat der Hochtaunuskreis einen Spitzenwert erreicht. Betrachtet wurden die Bauinvestitionen und Instandhaltungsausgaben von Schulgebäuden. Demnach hat der Kreis pro Jahr und Schüler real fünfmal so viel Geld in Bau und Erhalt seiner Schulen aufgewandt als andere Schulträger, die am Ende der Liste stehen. Die GEW veröffentlichte die Studie am gestrigen Donnerstag.

Landrat und Schuldezernent Ulrich Krebs freut sich über das gute Abschneiden des Hochtaunuskreises und sieht darin eine Bestätigung, dass der Kreis wirtschaftlich, gesellschafts- und kulturpolitisch auf dem richtigen Weg sei. „Mir ist wichtig, dass wir Geld für den Schulbau und die Schulmodernisierung in die Hand nehmen. Gute Schulen sind die beste Voraussetzung für eine moderne, erfolgreiche Pädagogik. „Zeitgemäße Schulen sind uns wichtig, hier schaffen wir die Grundlagen für die Zukunft unserer Kinder und damit auch unserer ganzen Gesellschaft“, sagt Krebs.

Die Sonderauswertung hat das Hessische Statistische Landesamt im Auftrag der GEW Hessen durchgeführt, um die Entwicklung der Bauinvestitionen und der Instandhaltungsausgaben für alle hessischen Landkreise und kreisfreien Städte betrachten zu können. Laut GEW-Studie gab der Hochtaunuskreis durchschnittlich pro Jahr und Schüler 1.299 Euro für Schulbau und -sanierung aus. Kassel dagegen beispielsweise nur 246 Euro.

Die GEW verwies aber auch darauf, dass die Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren sind, da keinerlei Angaben über den Zustand der Gebäude am Ausgangspunkt der Berechnung bekannt gewesen seien. Es wurde der Zeitraum von 1992 bis 2017 ausgewertet. Einige Schulträger hätten es aus zeitlichen Gründen nicht geschafft, Zahlenmaterial zu liefern, sie fehlten deshalb in der Auswertung.

Das sehr gute Abschneiden des Hochtaunuskreises sei auch ein Ansporn, es in den folgenden Jahren genauso gut oder noch besser zu machen, fügte Landrat Krebs hinzu. Wichtig sei hierbei immer, den gesamten Hochtaunuskreis im Blick zu behalten. Folglich müsse immer ein Ausgleich zwischen dem wirtschaftsstarken Vordertaunus und den ländlicheren Gebieten hinter dem Taunuskamm geschaffen werden. Gerade im Usinger Land sehe Krebs große Potenziale, die gesamte Region weiter voranzubringen.

„Ein Ausbau der Verkehrsinfrastruktur mit der Verlängerung der S5 nach Usingen und später bis nach Grävenwiesbach oder auch der weiter konsequente Ausbau der Schulen werden das Usinger Land wirtschaftlich und als Wohnstandort noch attraktiver machen“, fügte der Landrat hinzu. Hierzu gehöre natürlich auch die Versorgung der Region mit schnellem Internet, was wiederum die Chancen auf weitere Firmengründungen erhöhe. „Die Menschen ziehen nicht nur zum Arbeiten in den Hochtaunuskreis, sondern sie leben hier auch sehr gerne und gut.“

Hintergrundinfo

Sanierte Gebäude oder Gebäudeteile inklusive Sporthallen im HTK: Sanierte Schulgebäude(30), Sanierte Sporthallen (18), Neu gebaute Gebäude oder Gebäudeteile inklusive Sporthallen im HTK: Neue Schulgebäude (43), neue Sporthallen (12). Die neu geschaffenen Flächen seit der statistischen Erfassung 2007 betragen etwa 224.000 Quadratmeter Bruttogrundrissfläche (BGF).

Rund 839 Millionen Euro hat der Landkreis bisher für Neubau, Sanierung und Instandhaltung der Schulen investiert.

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