Schönberg (kb) – Die Nachricht über die Schließung der beliebten Kneipe Freizeit hatte im vergangenen Jahr für große Bestürzung im Stadtteil gesorgt. Seit ihrer Gründung vor 30 Jahren – damals noch als Café Grundschule von Ahmed eröffnet – war die Kneipe ein zentraler Treffpunkt für Generationen von Schönbergerinnen und Schönbergern. Von Schülern der AKS bis zu langjährigen Nachbarn: Die Freizeit war für viele ein zweites Wohnzimmer. Besonders die zweiwöchentlichen Jam Sessions machten sie zu einer festen Größe der lokalen Livemusik-Szene.
Die drohende Schließung löste eine Welle der Solidarität aus. Eine Petition forderte den Erhalt der Kneipe und rief die Stadt zum Handeln auf.
Nun steht fest: Die Freizeit verschwindet nicht – sie wird neu geboren. Drei Stammgäste haben sich zusammengetan, um die Kneipe zu retten. Thomas Haus, Sebastian Stiehl und Manfred Wappenschmidt übernehmen den Betrieb künftig ehrenamtlich – unterstützt von der Stadt Kronberg. Manfred Wappenschmidt erklärt: „Wir wollten Schönberg dieses Herzstück unbedingt erhalten. Es ist ein wichtiger Treffpunkt für Stammkunden, Stammtische und Musikfreunde. Unser Dank gilt allen Helfern und Unterstützern – und ganz besonders der Stadt, ohne deren Unterstützung das nicht möglich gewesen wäre.“
Mit dem Neustart erhält die Kneipe auch einen neuen Namen: „Schönberg“. Inhaltlich bleibt vieles, was die Freizeit ausgemacht hat, bestehen – ergänzt durch neue Ideen und Impulse. Die traditionsreichen Jam Sessions finden weiterhin montags im Zwei-Wochen-Rhythmus statt, organisiert und musikalisch geleitet von Quincy Klein. Den Auftakt macht die Band „Ruth&Friends“, die zur feierlichen Wiedereröffnung am Montag, 11. Mai, um 20 Uhr auftreten wird. Die Band bietet Live-Musik in bester Qualität für alle Generationen. Ruth Freise und ihre Kollegen heizen mit einem Repertoires aus Pop und Soul-Music nicht nur zum Tanzen ein.
Kenner der Szene wissen, dass an diesem Abend keiner ruhig sitzen bleiben kann. Ein Opening-Abend mit Strahlkraft für Schönberg und seine lebendige Kulturszene. Sofern das Wetter mitspielt ist die Veranstaltung Open-Air geplant. Der Eintritt ist wie gewohnt frei. Um Spenden wird gebeten.
