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EinplusEins in der Alten Kirche Hornau

Zwei schon weit über den Main-Taunus-Kreis hinaus bekannte Künstlerinnen, Marlies Pufahl und Christa Steinmetz, stellen in der Galerie der Stadt Kelkheim, der Alten Martins-Kirche Hornau aus. Nach einer musikalischen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kelkheimer Künstlerkreises, Paul Pfeffer, mit einem Saxophonsolo wurde die Vernissage von Kunsthistorikerin und Kultureferentin Dr. Beate Matuschek eröffnet.

Christa Steinmetz beschäftigt sich seit 20 Jahren mit keramischen Skulpturen und hat vor acht Jahren begonnen, mit eigenen Fotos zu arbeiten. Diese Kombination von schwer und leicht, grob und fein, Drei- und Zweidimensionalem bietet eine Erweiterung ihrer Ausdrucksweise und erschließt ihr neue Welten.

Die Formen, zumeist aus dem Gegenständlichen, sind reduziert, verfremdet, überlagert und geschichtet. Die Realität ist nur ein Vorbild, das Ergebnis sind private Sichtweisen und Wahrnehmungen, innere Bilder und Empfindungen.

Ein wichtiges Thema für Christa Steinmetz ist Boot und Architektur, wobei in dieser Ausstellung der Schwerpunkt auf Architektur liegt: Haus, Mauer, Grundriss, Stadt(plan), was der Betrachter in vielen ihrer Arbeiten entdecken kann. In ihren Arbeiten spiegeln sich zahlreiche Reiseeindrücke wieder.

Seit 1994 setzt sich Marlies Pufahl mit der Freien Keramischen Plastik auseinander. Ihr inhaltlicher Schwerpunkt liegt in der Darstellung des Menschen. Obwohl sie figurativ arbeitet, geht es ihr weniger um die realistische Abbildung, sondern sie abstrahiert und reduziert bewusst, um die Dinge auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die zum Teil lebensgroßen Skulpturen schwanken zwischen archaischen und menschlichen Grundformen und beschreiben den Menschen im Spannungsfeld von Ruhe und Bewegung. Sie lassen dem Betrachter genug Raum für eigene Interpretation.

In der aktuellen Ausstellung beschränkt sich die Künstlerin fast ausschließlich auf das Thema Frauen. Mit subtilen Mitteln versucht sie die Stellung der Frau in der heutigen Gesellschaft zu thematisieren, ihren Bedürfnissen nachzuspüren, Befindlichkeiten auszuloten, Gefühle in Form zu bringen und sichtbar zu machen. Die Exponate können daher als Sinnbilder für Zusammengehörigkeit und Zwist, Ruhe und Langeweile, Harmonie und Stärke gedeutet werden. Risse und Brüche in den eindrucksvollen Figuren stehen für Narben und Falten, die im Laufe des Lebens dazugekommen sind.

Eine Gemeinschaftsarbeit der beiden Künstlerinnen sind die so genannten Gagernsteine, im Rakubrand erstellte, glatte schwarz-weiß gemaserte Steine, die sich auch im heimischen Wohnzimmer sehr gut machen.

„Die Steine sind eine Reminiszenz an diesen Ort“, erklärt Marlies Pufahl, bezugnehmend auf den Platz, wo die zwölf großen Findlinge, die symbolisch für die von Gagerns stehen, aufgestellt wurden.

Die beiden Künstlerinnen kennen sich bereits seit 23 Jahren, einst ging die eine - Marlies Pufahl -, bei der anderen - Christa Steinmetz - in die Lehre.

Die Ausstellung ist noch bis zum 3. August zu sehen, die Öffnungszeiten sind mittwochs und samstags von 14 bis 19 Uhr, und sonntags von 11 bis 19 Uhr.

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