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Mit Schwung ins Jubiläumsjahr

„Kein Pilotenstreik konnte Sie aufhalten, um heute Nachmittag hier rechtzeitig in der Scheune zu sein“, witzelte Moderatorin Sigrid Stark von der Akkordeongruppe des Gesangverein Union 1864. „Und warum sollte man auch nach New York, London, Hamburg oder Paris reisen um weltberühmte Musicalmelodien zu erleben? Das geht auch in Liederbach.“ Beim Gesangverein Union gab es Musicals satt: den populär-beschwingten „Starlight-Express“, die dramatisch-klassische „West-Side-Story“ und - durch den Kinofilm in 2013 topaktuell – „Les Misérables.“

Doch auch die erste Hälfte des Konzerts hatte es in sich: unterschiedlichste Gruppierungen begaben sich hier auf die Bühne und es gab dabei einige Premieren. So etwa die Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste durch die Akkordeon- und Melodica-Schüler gemeinsam mit dem Orchester „Just for Fun“ aus Steinbach-Oberursel. „Profis, Wiedereinsteiger, Spätzünder, Anfänger und Schüler sind hier auf der Bühne vereint“, meinte Sigrid Stark, Musiker von sechs bis 66 plus zeigen wie Junge und Junggebliebene dank Musik harmonieren können. Für Begeisterung sorgte auch die „Insel mit zwei Bergen“ bekannt aus der Augsburger Puppenkiste und „Nehmt Abschied Brüder“, als Lokführer fungierte Henning Schütz. Mit einem beschwingten Frühlingslied läuteten die SängerInnen dann offiziell das Jubiläumsjahr ein.

Im Jahr1864 wurde die Union gegründet, und – wie es in diesen Zeiten so üblich war - selbstverständlich als reiner Männerchor. Es dauerte schier endlose 110 Jahre – bis 1974 – bis den Frauen die Emanzipation gelang und sich zusätzlich zum Männerchor ein Gemischter Chor etablierte. 1985 war es dann soweit und die Frauen haben - wie im wirklichen Leben – auch die verbleibenden Sänger des Männerchores bezirzt und fortan wurde nur noch gemeinsam gesungen. In der Zwischenzeit sorgte die Union für Nachwuchs und gründete auf Initiative die Akkordeongruppe. Das war 1972.

Dann, 2002 ,galt es, neue Wege zu beschreiten und ein junger Chor „Just for Fun“ wurde ins Leben gerufen. „Jetzt zum Geburtstag stecken wir wieder voller Tatendrang“, freute sich Sigrid Stark, „wir haben einen Projektchor aus der Taufe gehoben, der sich unter anderem alten Schlagern widmen möchte.“

Die Resonanz sei groß gewesen, einige Sängerinnen von „Just for fun“ sind dazu gestoßen und erfreulicherweise ganz viele mutige neue SängerInnen. Nach gerade einmal vier Proben trauten sich die „Frischlinge“ schon auf die Bühne und gaben unter anderem den Klassiker „Seeman, lass das Träumen“ zum Besten.

Ordentlich was los im

Jubiläumsjahr

Im Jubiläumsjahr des Gesangvereins ist der traditionelle musikalische Kaffeeklatsch nicht das einzige Ereignis. Am 9. Mai hat der Verein für seine Mitglieder und Freunde die Südtiroler Spitzbuam zu Gast. Ab 19 Uhr kann man in der Liederbachhalle diese Band live erleben, Musik und Gaudi non stop, zur Stärkung gibt es Südtiroler Spezialitäten. Karten gibt es im Vorverkauf im Blumengeschäft Thiele oder im Schreibwarenladen Sullikowski. Nach ganzen zwei Tagen zur Regeneration findet dann am 11. Mai um 11 Uhr die offizielle akademische Feier des Vereins in der Kulturscheune statt. Schirmherr ist Landrat Michael Cyriax.

Zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten steht dann ein kleines Konzert mit den beiden Chören und auch mit dem Projektchor und der Akkordeongruppe in der Kulturscheune auf dem Programm. „Damit es leicht zu merken ist, haben wir als Tag wieder einen 11. ausgewählt – allerdings diesmal den 11.Oktober“, so Siggi Stark.

Bereits im Kindergarten rockte er zusammen mit seinen Kumpels die Sommerfeste, nun kam er zum ersten Mal fast solo auf der Bühne, der kleine Gitarrist Lars Möller zupfte gemeinsam mit seinem Lehrer Henning Schütz „Und der Wind treibt Regen übers Land“ auf der Gitarre.

„Hit the road Jack“ - ein Titel mitten aus dem Leben gegriffen - wurde in gewohnt fetziger swingender Art von „Just for Fun“ vorgetragen. „Die Dame wirft den Kerl raus, das ist aber nur im Song so“, meinte Siggi Stark, denn „grundsätzlich, liebe Herren der Schöpfung, brauchen wir Euch schon – zum Singen jedenfalls“ und lud alle männlichen potentiellen Sänger schon mal zur Probe jeden Dienstag ab 21.15 Uhr in die Kulturscheune ein.

Aber nicht nur solch garstige Songs, auch romantische Popsongs, Schlager und auch Gospels hat der Chor im Repertoire. Am Sonntag gab‘s noch einen Samba dazu, bei „Brazil“ konnte jeder mitsummen und -wippen und noch dazu passt dieser Samba ins Jahr 2014, das Jahr der Fußballweltmeisterschaft. Für den heißen Rhythmus sorgte, wie bei allen anderen Formationen auch, Henning Schütz.

Regie führte „The Master of the House“ Henning Schütz.

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