Noch keine Entscheidung zum Kurzfilm-Festival 2026

Gechilltes Publikum Foto: Jürgen Streicher

Oberursel (js). Auch mehr als eine Woche nach dem Finale des erfolgreichen Taunus Filmfests Oberursel mit der Preisverleihung im „elaya Hotel“ gibt es noch keine Gespräche über die Zukunft des Kurzfilm-Festivals beim geplanten Filmfest 2026 vom 6. bis 9. August. Wie sie aussehen könnte, ist noch offen, bei der Festival-Direktion muss die Andeutung des Vereins Kunstgriff, aus der bisherigen Rolle auszusteigen, offenbar noch sacken.

Der Kunstgriff-Vorsitzende Dirk Müller-Kästner hatte bei den Abenden im Rushmoor-Park unter anderem gesagt, dass „das einstige Kind ,Kurzfilm-Festival‘ groß geworden“ sei, sozusagen seinen eigenen Weg finden müsse. Eine gemeinsame Zukunft könne man sich nicht mehr so recht vorstellen.

Das Kurzfilm-Festival, zuletzt stets eingebettet als zweitägiges Ereignis in das Kulturprogramm „Orscheler Sommer“, ist mit seiner mehr als zehnjährigen Laufzeit die eigentliche Keimzelle des jetzigen Filmfestes. Das Team um die Filmfest-Direktoren Eva Debrodt und Alexander Mereien hat es nun binnen zwei Jahren nach eigener Vorstellung weiterentwickelt, durchaus mit Anerkennung des Publikums bedacht. Gebraucht wird es unbedingt für ein erfolgreiches Filmfest, es ist nicht nur Keimzelle des neuen Konstrukts, es ist auch Kernzelle mit dem größten Publikumszuspruch.

Gut die Hälfte des gesamten Publikums wurde im Park gezählt. Gezeigt wurden dort 15 Kurzfilme im Wettbewerb, ein weiteres Dutzend Wettbewerbsfilme lief als Vorfilme zu den Langfilmen in den beiden Kinos Stadthalle Oberursel und Kinopolis in Bad Homburg. Bei Wetterverhältnissen wie in diesem Jahr sind die Filmabende im Park ein absoluter Publikumsrenner.

Wenn es wie bisher weiterlaufen soll, müssen Filmfest und der Verein Kunstgriff einen gemeinsamen Weg finden, wie man miteinander kooperieren kann, ohne auf der einen oder anderen Seite das Gesicht zu verlieren.

Das veränderte Filmfest passe nicht mehr so recht zum Anspruch des „Orscheler Sommer“, so der Kunstgriff-Frontmann Müller-Kästner, eine Rolle als „Dienstleister“ mag er sich auch nicht vorstellen. Noch haben die potenziellen Verhandlungspartner ja ein bisschen Zeit bis zur annoncierten Neuauflage in 2026.

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