Junge Stimmen im Fokus: Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl an der Humboldtschule

Die Moderatoren Christoph Wider und Luise Greiner (li.) mit den Spitzenkandidaten der sechs Kreisparteien auf dem Podium der Humboldtschule Foto: privat

Hochtaunuskreis (kw) – Der Kreisschülerrat Hochtaunus (KSR) und der Jugendrat Hochtaunuskreis hatten kürzlich zu einer großen Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl am 15. März in die Aula der Humboldtschule Bad Homburg eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, insbesondere wahlberechtigten Schülerinnen und Schülern eine sachliche, ausgewogene und altersgerechte Auseinandersetzung mit kommunalpolitischen Themen zu ermöglichen .

Über 300 angemeldete Schüler aus dem gesamten Hochtaunuskreis nahmen an der Veranstaltung teil. Diskutiert wurde mit Vertretern von sechs Parteien: Paul Laslop (Die Linke), Dennis Luxen (Bündnis 90/Die Grüne), Davis Wade (SPD), Alexander Jackson (CDU), Ascan Iredi (FDP) sowie Frank Bücken (AfD) .

Moderiert wurde die Diskussion von Christoph Wider (Jugendrat Hochtaunuskreis) aus Oberursel und Luise Greiner (stellvertretende Kreisschulsprecherin), die die St. Angela-Schule in Königstein besucht. „Uns war wichtig, einen fairen und sachlichen Austausch zu ermöglichen. Junge Menschen sollen Politik nicht nur aus dem Unterricht kennen, sondern im direkten Gespräch erleben, denn Demokratie beginnt nicht erst in Berlin oder Wiesbaden, sondern hier vor Ort im Hochtaunuskreis“, so die beiden Moderatoren.

Nach einer Einführung in das hessische Kommunalwahlsystem und die Aufgaben des Kreistages standen insbesondere Themen im Mittelpunkt, die junge Menschen direkt betreffen: Verkehr und Infrastruktur, Jugend- und Bildungspolitik sowie Soziales und Integration.

Dabei ging es unter anderem um die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs, Schulsozialarbeit, die Sanierung von Schulgebäuden, digitale Ausstattung, Jugendbeteiligung sowie Fragen der sozialen Chancengleichheit.

In einer Schnellfragerunde konnten die Kandidaten zudem in kurzen Ja-/Nein-Antworten Stellung zu zentralen Themen beziehen – von kostenfreien Schülertickets über Klimaziele bis hin zur Ausgestaltung der Schulpolitik.

Beteiligung des Publikums

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der aktiven Beteiligung des Publikums. Über ein QR-Code-basiertes Online-Tool konnten die anwesenden Schülerinnen und Schüler anonym Stimmungsbilder abgeben und Fragen einreichen, die in einer offenen Fragerunde aufgegriffen wurden.

„Gerade auf kommunaler Ebene werden viele Entscheidungen getroffen, die unseren Schulalltag und unsere Lebensrealität unmittelbar beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, dass junge Menschen informiert sind und ihre Fragen direkt an die Politik stellen können“, so Moritz Weiß, Kreisschulsprecher des Hochtaunuskreises.

Ein internes Faktencheck-Team begleitete zudem die Diskussion, um Aussagen bei Bedarf einordnen und sachlich ergänzen zu können.

Für die organisatorische Durchführung sorgte ein Team aus rund 25 Personen aus Jugendrat, Kreisschülerrat und der Schülervertretung der Humboldtschule sowie zehn Lehrkräften. „Wir danken dem gesamten Orga-Team sowie der Technik-AG, den Sanitätern, den Lehrkräften und der Schulleitung”, so die stellvertretende Kreisschulsprecherin Marie Degenkolb. „Ohne dieses umfangreiche Engagement wäre eine derartige Veranstaltung nicht möglich gewesen.”

Bildung als gelebte Demokratie

Mit der Podiumsdiskussion setzen Kreisschülerrat und Jugendrat ein deutliches Zeichen für demokratische Beteiligung junger Menschen im Hochtaunuskreis.

„Demokratie lebt vom Mitmachen. Wir wollen junge Menschen ermutigen, sich zu informieren, Positionen zu hinterfragen und ihr Wahlrecht bewusst zu nutzen“, betonte die Generalsprecherin des Jugendrats Hochtaunus, Maya Dietrich.



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