Taunus (bs) – Drei gestreifte Ferkel sausen seit einigen Tagen durch die Anlage der Afrikanischen Pinselohrschweine im Opel-Zoo. Geboren wurden sie am 28. August und erkunden nun ausgesprochen munter ihre Umgebung.
Die mittlerweile erfahrenen Alttiere scheinen das Ganze gelassen zu nehmen. Sichtlich genossen sie in den letzten Tagen die wärmende Spätsommer-Sonne, während der Nachwuchs auf seinen Streifzügen durch die Anlage immer wieder zum Säugen das Muttertier aufsuchte. Bei dieser afrikanischen Schweineart kümmern sich der Keiler und die Sau gemeinsam um den lebhaften Nachwuchs. Noch tragen die Ferkel das klassisch gestreifte „Ferkel-Fell“, mit dem sie im Gras- und Buschland gut getarnt sind.
Erst in einigen Monaten werden sie die langen Haarpinsel an den Ohren und die rötlich-braune Fellfarbe mit den markanten weißen Streifen an Ohren, um die Augen und am Rücken ausbilden, die der Art ihr charakteristisches Aussehen verleihen.
Noch sind die Pinselohrschweine in Afrika weit verbreitet und gelten nicht als bedroht. Doch der Bestand in Afrika sinkt trotz der hohen Reproduktionsraten der vorhandenen Tiere. Ihre größte Bedrohung ist der Mensch: Oftmals zerstören Pinselohrschweine auf der Suche nach Nahrung die Ernten der Menschen und werden daher bejagt. Zugleich versorgen sie die Menschen mit Fleisch – bei der wachsenden Bevölkerungsdichte ein zusätzliches Problem für die Population der Tiere.
Wenn das zunehmend herbstliche Wetter es zulässt, können die Zoobesucher die Pinselohrschweine und ihre agilen Jungtiere in ihrer Anlage gegenüber den Stachelschweinen gut beobachten.
