Kräfte aus dem Kreis trainierten Einsatz nach Erdbeben

Szene aus dem Übungsgeschehen in Mosbach (Baden-Württemberg) mit Kräften aus dem Main-Taunus-Kreis: Rettung von ErdbebenopfernFoto: Baum/KFV MTK

Mosbach/Main-Taunus (bs) – Rund 150 Einsatzkräfte aus dem Main-Taunus-Kreis haben bei „Breakpoint 2026“ in Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) für einen Katastropheneinsatz nach einem schweren Erdbeben geübt. Wie Kreisbeigeordneter Axel Fink als Katastrophenschutzdezernent mitteilt, waren dabei rund 30 Fahrzeuge und weitere Einsatzmittel beteiligt. Die Übung sollte zeigen, wie verschiedene Fachdienste zusammenarbeiten, ihre Einsätze koordinieren und auch über längere Zeit einsatzfähig bleiben.

Das Szenario ging von einem schweren Erdbeben aus. Gebäude und Verkehrswege waren beschädigt, Strom, Gas, Trinkwasser und Telefonverbindungen teilweise ausgefallen. Weil die örtlichen Kräfte an ihre Grenzen kamen, so das Szenario, forderte das Land Baden-Württemberg Unterstützung aus anderen Bundesländern an. Feuerwehr, Rettungsdienst, Betreuungsdienst, Psychosoziale Notfallversorgung, Technisches Hilfswerk, Rettungshundestaffel sowie Führungs- und Kommunika-tionseinheiten arbeiteten dabei gemeinsam.

Fink machte sich in Mosbach selbst ein Bild von der Übung. „Auch wenn wir in Mosbach

trainieren, stärkt jeder Handgriff hier die Sicherheit der Menschen im Main-Taunus-Kreis. Mein besonderer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Einsatzkräften, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrung für den Schutz der Bevölkerung einsetzen.“

Der Kreis nutzte das Mosbacher Trainingscenter „Retten & Helfen“, weil es besonders gute Bedingungen für realitätsnahe Einsätze bietet. Trümmerflächen, beschädigte Gebäude und weitere Übungsobjekte ermöglichen es, unterschiedliche Schadenslagen gleichzeitig darzustellen und mehrere Einheiten gemeinsam unter anspruchsvollen Bedingungen üben zu lassen.

Laut Hessischem Erdbebendienst gibt es vor allem in Südhessen zahlreiche schwache Erdbeben. Die meisten liegen unterhalb der Fühlbarkeitsschwelle.



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