Main-Taunus (bs) – Im Jahr 2025 gingen die Fallzahlen im Deliktfeld „Fahrraddiebstahl“ im Vergleich zum Vorjahr um 495 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Westhessen zurück. Dies entspricht einem prozentualen Rückgang um 28,8 %. Damit konnte der seit dem Jahr 2021 anhaltende Fallzahlenanstieg unterbrochen und eine Trendumkehr erzielt werden. Gleichzeitig steigerte sich die Aufklärungsquote um +5,2 % auf 12,4 %. Die starken Veränderungen der Schadenssumme innerhalb der vergangenen Jahre ergibt sich dadurch, dass verstärkt hochpreisige E-Bikes entwendet werden.
Der Fahrraddiebstahl wird häufig dadurch begünstigt, dass die meist hochwertigen Fahrräder oftmals nur durch unzureichende Sicherungsmaßnahmen, mit kostengünstigen und einfach zu öffnenden Schlössern, gesichert werden.
Die VdS Schadenverhütung GmbH bietet auf ihrer Internetseite unter dem Stichwort „Fahrradschlösser“ eine Übersicht der VdS-getesteten und zertifizierten Schlösser der Klassen N, A und A+ an.
Um einen Fahrraddiebstahl zu erschweren, wird dringend geraten, nachfolgende Empfehlungen zu berücksichtigen:
• Nutzung eines VdS-zertifizierten Schlosses, um das Fahrrad (Rahmen, Vorder-und Hinterrad) mit einem festen Gegenstand (Fahrradständer) zu verbinden
• beleuchteter Abstellort
• im Kellerraum: Zugang abschließen, Fahrrad - wenn möglich - im Keller anschließen.
• wertvolle Gegenstände – beim E-Bike den Akku – mitnehmen, denn ohne Akku ist das E-Bike uninteressant für potentielle Täter. Falls dies zu umständlich sein sollte – extra Schloss für den Akku anschaffen.
• eine sichtbare Rahmennummer oder eine FEIN-Codierung im sichtbaren Bereich ermöglichen die Zuordnung nach Diebstahl
• GPS-Ortungsgerät (Tracker) am Fahrrad informiert den Besitzer über Bewegung und den genauen Standort, sofern dieses einen bestimmten Bereich verlässt
Für den Fall des Diebstahls:
• im besten Fall ist eine individuelle Kennzeichnung/Codierung des Fahrrads und ein Foto vorhanden
• sind wichtige Daten des Fahrrads zuhause bereitzuhalten und im Fahrradpass zu notieren (Marke, Rahmennummer, Typ, Farbe, Schaltung, Gänge, Zoll etc.)
Durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des PP Westhessen werden regelmäßig Fahrräder FEIN-codiert.
FEIN steht für „Friedberger-Eigentümer-Identifizierungsnummer“. Dies bedeutet, dass auf dem Fahrradrahmen ein Code eingeprägt wird, mit welchem die Polizei den Eigentümer ermitteln kann.
Vorteile einer Codierung des Fahrrads:
• Codierung erschwert den Weiterverkauf ohne Eigentumsnachweis
• Verkaufswert ohne Eigentumsnachweis auf dem Schwarzmarkt sinkt enorm
• großer abschreckender Effekt für Diebstahl
• erleichtert die Arbeit der Polizei nach einem Diebstahl; das Rad kann einfach dem Eigentümer zugeordnet werden
(Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik für das Polizeipräsidium Westhessen 2025)