Hochtaunuskreis (how) – Vor wenigen Wochen überreichte der Hessische Innenminister Roman Poseck den Vertretern aus Neu-Anspach, Usingen und Grävenwiesbach eine Zuwendung in Höhe von 75.000 Euro, kurz zuvor konnten sich Wehrheim, Schmitten und Weilrod ebenfalls über diesen Zuschuss freuen. Dies freut auch den direkt gewählten Landtagsabgeordneten Holger Bellino (CDU), der sich in Wiesbaden für diese wichtigen Zuschüsse eingesetzt hatte und anregte, zur vernünftigen Sicherung der Feste mit allen Beteiligten in einen Abstimmungsprozess zu treten. Bereits im vergangenen Jahr, als aufgrund aktueller Anschläge und erhöhter Sicherheitsvorkehrungen die Kommunen und Vereine vor schwer lösbaren Aufgaben standen, nahm er nach einer Bürgermeisterdienstversammlung im Landratsamt direkt Kontakt mit dem Innenminister auf.
„Veranstaltungen drohten reihenweise auszufallen und die Verunsicherung war riesengroß“, berichtet Bellino, der anregte über eine Landesförderung nachzudenken und gemeinsam mit den Kommunen, den Ordnungsämtern, der Landespolizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sich auf das notwendige Maß zu beschränken. „Veranstaltungen sollen ermöglicht und nicht abgesagt werden. Sie sollen sicherer und die Organisatoren mehr unterstützt werden.“ Und dies wurde dann auch zeitnah umgesetzt. Aus dem laufenden Haushalt wurden 1,5 Millionen Euro bereitgestellt, entsprechende Gespräche geführt und starre Regelungen vertretbar gelockert.
So kamen auch die Kommunen des Usinger Landes in den Genuss der Fördermittel, um mobile Sicherheitssperren anzuschaffen, mit denen Feste, Märkte und Umzüge besser geschützt werden können. Zwei weitere Kooperationen soll es im Vordertaunus geben „und es lohnt sich zu bewerben, da noch über 200.000 Euro verfügbar sind“. Fast genauso wichtig ist aber, dass bei Veranstaltungen unter 5.000 Besuchern keine Sperren vorgeschrieben sind (sofern keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung vorliegen) und dass die Sperren nicht zertifiziert sein müssen. LKW, Traktoren, Ballen oder ähnliches können schon helfen. Außerdem orientieren sich die besucherbezogenen Vorgaben nicht mehr auf das gesamte Fest, sondern auf die einzelnen Tage. Erfreulich ist, dass die Vorgaben des Landes permanent aktualisiert werden, damit sie leistbar, praktikabel und vernünftig sind.
„Es geht darum, Feste zu ermöglichen und nicht zu verhindern; und man darf nicht zulassen, dass Amokläufer und Gefährder unser Leben beeinflussen. Feste sind nun einmal ein Teil unserer Kultur und dienen dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.“