Weiterer Nachwuchs im Opel-Zoo

StreifengnusFoto: Archiv Opel-Zoo

Kronberg/Kelkheim (kez) – Über Nachwuchs im Opel-Zoo bei den Afrikanischen Elefanten, den Netzgiraffen, den Trampeltieren, den Roten Varis und vielen mehr wurde bereits hinreichend berichtet. In den Reigen der Jungtiere reihen sich nun auch zwei Bucharahirsche, geboren am 18. Juni und am 7. Juli, sowie ein Streifengnu und drei Zwergmangusten, die im Juni zur Welt gekommen sind.

Bucharahirsch

Der Bucharahirsch ist eine Unterart des Rothirschs, der etwas kleiner und leichter als der Europäische Rothirsch, aber mit bis zu 190 kg und seinem großen Geweih durchaus eine imposante Erscheinung ist. Während der Rothirsch als Art nicht gefährdet ist, gilt der Bucharahirsch nach der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als stark gefährdet. Seine Bestände im westlichen Zentralasien sind in der Vergangenheit durch Lebensraumverlust, die Zerstörung von Auenwäldern und auch Wilderei stark zurückgegangen. Dank gezielter Schutzmaßnahmen, Wiederansiedelungsprogrammen und dem Schutz geeigneter Lebensräume konnten sich einige lokale Populationen inzwischen erholen und man schätzt den Bestand in den Herkunftsgebieten Afghanistan, Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan auf 2.000 bis 2.500 Tiere.

Streifengnu

Beeindruckend in den Savannen des südlichen Afrikas hingegen sind die Wanderungen zehntausender Streifengnus gemeinsam in einer gewaltigen Herde. Auslöser dieser Wanderungen sind Nahrungs- und Mineralienmangel. Dabei werden alle Jungtiere einer solchen Herde innerhalb von drei Wochen, kurz vor oder am Beginn der Regenzeit geboren, wenn das Futterangebot gut ist. Wegen der vielen Feinde wie Löwen, Leoparden, Hyänen etc. gibt das den einzelnen Jungtieren zusätzlich eine höhere Überlebenschance. Eine weitere Anpassung an das Leben in der freien Savanne und die vielen Fressfeinde ist das schnelle Aufstehen der frisch geborenen Gnus: Sie müssen bereits innerhalb der ersten zehn Lebensminuten zum Stehen kommen. In den ersten Tagen bleiben sie zudem dicht bei ihrer Mutter, da sie es in dieser Zeit nur am Geruch erkennt.

Zwergmangusten

Nachwuchs im Opel-Zoo gab es auch bei den Zwergmangusten, die die kleinsten Vertreter der 30 Mangustenarten sind, zu denen auch die ebenfalls im Opel-Zoo gepflegten Erdmännchen gehören. Sie bewohnen die Wälder und Savannen Afrikas, wo sie sich von Wirbellosen, vor allem Larven und Termiten ernähren. Häufig kann man sie beim Graben oder beim Ruhen auf Termitenhügeln beobachten. Und so kennt man es auch aus der Haltung im Opel-Zoo: Gleich zu Beginn des Rundweges sind sie gut zu beobachten. Über ihr gut einsehbares Gehege wurde nun ein großes Netz gespannt, um die räuberischen Elstern und Rabenkrähen davon abzuhalten, die Jungtiere zu greifen.

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