Wo einst zwei junge Männer starben

Schwalbach/Bad Soden (sz). Mit einer Wanderung wurde am vergangenen Donnerstag im Eichwald bei Bad Soden an ein Verbrechen aus dem Jahr 1945 erinnert. Damals wurden dort zwei junge Soldaten als Deserteure hingerichtet und verscharrt. Eingeladen hatten das Jugendnetzwerk Wilde Rose und der BDP, unterstützt von der Schwalbacher Wählergruppierung „Die Eulen“.

Die Veranstaltung moderierte Arne Farwig-Brückmann. Er erinnerte an die Aufarbeitung der Tat durch den BDP in den 80er-Jahren. Dabei verwies er auch auf ein früheres Denkmal, das kurz nach seiner Errichtung zerstört worden war. Eine offizielle Gedenkstätte gibt es bis heute nicht.

Beiträge kamen unter anderem von Rainer Stautz und Gerhard Kern. Sie ordneten die Tat historisch ein und verwiesen auf die späte Rehabilitierung von Deserteuren im Jahr 2002. Auch ein 98-jähriger Zeitzeuge berichtete.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich am Gedenkstein im Eichwald. Zum Abschluss betonten sie die Bedeutung des Erinnerns und formulierten den Satz: „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg.“

Am Gedenkstein im Eichwald erinnerte sich rund 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an ein Verbrechen, das dort genau 81 Jahre zuvor verübt worden war.Foto: Stautz



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