Steinbach (stw). Die CDU-Fraktion hatte zur Ferienfraktion eingeladen und über 50 Bürger interessierten sich für die Baumaßnahmen in der Kronberger Straße. Bürgermeister Steffen Bonk begann seine Erläuterungen vor der Seniorenanlage und lief mit den Interessierten hoch bis zum Nikolaiweg. An der ersten Station gab er einen Überblick über das gesamte Vorhaben, das mehrere Ziele verfolge: Verkehrsberuhigung und Lärmschutz in der viel genutzten Straße, barrierefreier Ausbau der beidseitigen Bushaltestelle, Entschärfung der Einfahrt der Nebenstraße vor der Seniorenanlage, Modernisierung der ältesten Fußgänger-Ampel im ganzen Hochtaunuskreis, Ausbau des Gehwegs auf der östlichen Straßenseite bis zum Nikolaiweg, verbesserte Querungsmöglichkeiten am nördlichen Stadtrand, Vorbereitung der Anbindung des neuen Fahrradweges an das bestehende Radwegenetz.
Da es sich um Baumaßnahmen für eine Kreisstraße handelt, die von der landeseigenen Firma Hessenmobil instandgehalten wird und außerdem verschiedene Förderprogramme des Land Hessens in Anspruch genommen wurden, war die Planung und Abstimmung zwischen den verschiedenen Beteiligten entsprechend komplex und zeitintensiv. So führte die Vorgabe für den Ausbau der Bushaltestellen, die Gehwege auf die Mindestbreite von 2,50 Meter zu erweitern, zur Erneuerung des Bürgersteigs auf der östlichen Seite. Außer der Erneuerung der Ampelanlage wird im unteren Teil der Kronberger Straße auch die Einmündung der parallelen Anliegerstraße umgestaltet, damit Fußgänger und Autoverkehr besser voneinander getrennt sind.
Die zweite Station beschäftigte sich mit dem nun bereits in Betrieb genommenen „Mini-Kreisel“ und seiner Funktion zur Entschleunigung des Verkehrs. Steffen Bonk wies insbesondere daraufhin, dass sich diese Verkehrsführung vor allem auch aus der Fußgängerführung zu den Bushaltestellen ergeben habe, weil nur so eine deutliche Raumtrennung zwischen Autofahrern und Fußgängern möglich gewesen sei. An dieser Stelle gab es intensive Nachfragen der Teilnehmer der Ferienfraktion zum Beleuchtungskonzept, das sich aus den Bauvorschriften für die Zebrastreifen ergeben hat.
An der dritten Station am Nikolaiweg ging es dann vor allem um den geplanten Fahrradweg nach Oberhöchstadt, den der Kreis als Priorität beschlossen hat. Dies sei nur möglich gewesen, sagte Bonk, weil er durch Verkleinerung der Straßenbreite auf dem bestehenden Landkorridor gebaut werden könne. Durch eine Verschwenkung der Straße am Ortseingang und eine sichere Querungsmöglichkeit dort für Fußgänger und Fahrradfahrer werde auch in diesem Teil der Straße eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit und damit eine Verbesserung des Lärmschutzes erreicht. Anlieger interessierten sich für die Gestaltung des Gehweges und die Erhaltung der bestehenden Parkplätze.
Erste Bauphase schließt bald ab
Auf den Zeitplan angesprochen erläuterte Steffen Bonk, dass die erste Phase der Baumaßnahme noch in diesem Jahr abgeschlossen werden solle. Der Bürgermeister zeigte sich sehr zufrieden mit dem Bauunternehmen, das den Zuschlag für diesen Teil erhalten habe. „Die zweite Phase kann eventuell im zweiten Quartal 2026 begonnen werden, wenn bis dahin alle Baugenehmigungen vorliegen“, führte Steffen Bonk weiter aus.
Nach mehr als 90 Minuten waren alle Fragen der zahlreichen Anwesenden umfassend beantwortet.
Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Heino von Winning bedankte sich bei den Teilnehmern für das große Interesse – und beim Wetter, das es in diesem Jahr ermöglicht habe, die Ferienfraktion ohne einen einzigen Regenschauer durchzuführen.
Bürgermeister Steffen Bonk informiert am Ort über die Baumaßnahmen in der Kronberger Straße – zahlreiche Bürger folgen der Einladung der CDU-Ferienfraktion und nutzen die Gelegenheit zum direkten Austausch.Foto: Tanja Dechant-Möller
