Aufstieg in die 2. Bundesliga

Die TSG-Turner jubeln in Oberhausen nach dem gelungenen Aufstieg.Foto: TSG

Sulzbach (red) – Die TSG Sulzbach hat in Oberhausen ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben und den seit nahezu zwei Jahrzehnten ersehnten Sprung zurück in die 2. Bundesliga der Kunstturner geschafft. Die Riege aus dem Main-Taunus-Kreis, zuletzt 2008 zweitklassig und seither in der 3. Bundesliga Nord unterwegs, bezwang den Süd-Tabellenführer TSV Grötzingen-Karlsruhe mit 37:33 Scorepunkten. Die TSG Sulzbach war mit einem Durchschnittsalter von 28,9 Jahren das Team mit dem ältesten Kader in der gesamten Bundesliga. Und trotzdem zeigte es bis auf einen Sturz des ukrainischen Gastturner Vladyslav Iaremchuck am Reck einen fehlerfreien Wettkampf. Somit sorgte es als Zweiter der 3. Bundesliga Nord in Oberhausen für die große Überraschung. Außer Sulzbach steigt auch der Tabellenerste der 3. Bundesliga Nord, TuS Vinnhorst II, auf.

Es war den Sulzbachern von vornherein klar, dass sie einen nahezu perfekten Wettkampf brauchen, um das Ziel zu erreichen. Und das gelang, wenn am Ende auch gezittert wurde. Sulzbach erreichte am Boden ein 6:6, gewann am Seitpferd mit 8:3, an den Ringen mit 12:4, am Barren mit 7:2 und verlor am Sprung erwartungsgemäß mit 7:4. Vor dem abschließenden Reckturnen führte die TSG mit 37:22.

Obwohl die Sulzbacher bis auf den Sturz von Iamremchuk alle sauber durchturnten, war Grötzingen-Karlsruhe eine Klasse besser und gewann mit 11:0. Dennoch konnte die TSG den 37:33-Zittersieg bejubeln.

Schützenhilfe erhielten die Sulzbacher vom irischen Gastturner des Gegners, Adam Steele, der am Barren einen Blackout hatte und somit vier Punkte an Colin Staufert abgeben musste.

Erfolgreichster Punktesammler für Sulzbach war Vladyslav Iaremchuck mit elf Scores, gefolgt von Nicolas Jochmann und Niklas Volk (je 7), Colin Staufert (5), Robin Schirmeister (4) und Johannes Krick (3). Weiter turnten für Sulzbach Janis Gesing, Felix Fischer, Tobias van Roo und Thorsten Weiß.

„Das war in dieser Saison unser bester Wettkampf“, so Trainer Jörg van Halem, der sich über die geringe Fehlerquote freute. „So hätte das auch schon zu einem früheren Zeitpunkt in diesem Jahr laufen können.“

Turn-Abteilungsleiter Lukas Moser richtete seinen Blick auf das nächste Jahr: „Die Mannschaft ist jetzt super motiviert und wird diesen Schwung mitnehmen, bis zum 19. September 2026, dem ersten Wettkampftag in der 2. Bundesliga.“

Während die Sulzbacher feiern, wird ein anderer Traditionsverein der deutschen Turnliga, die Frankfurter Eintracht, künftig nicht mehr beim Liga-Betrieb der Männer vertreten sein. 2024 stand die Mannschaft noch im Kampf um Platz drei im Liga-Finale. In diesem Jahr erreichte die Mannschaft Platz fünf in der 1. Bundesliga. Doch „aufgrund veränderter Rahmenbedingungen“ ist nach dieser Punktrunde Schluss. Es ist nicht auszuschließen, dass Eintracht-Turner künftig die TSG Sulzbach verstärken.



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