Neue Ausrichtung in der Essensversorgung

In der künftigen neuen Mensa der umgebauten und erweiterten Main-Taunus-Schule in Hofheim kann es auch bald einen neuen Caterer geben.Foto: Main-Taunus-Kreis

Main-Taunus (red) – Der Main-Taunus-Kreis (MTK) stellt die Essensversorgung an den Schulen neu auf. Das kündigte vor Kurzem Kreisbeigeordneter Axel Fink an. Damit soll die Organisation des Caterings an den 56 kreiseigenen Schulen harmonisiert werden. „Vor allem aber wollen wir weiterhin eine hohe Qualität, gesunde Ernährung und erschwingliche Preise sicherstellen“, so der Schuldezernent. Bei der Vorbereitung hätte sich der Kreis eng mit Schulleitungen und Gremien wie dem Kreiselternbeirat und Kreisschülerrat abgestimmt und deren Anregungen, soweit im Vergaberecht möglich, aufgenommen. Wie Fink erläuterte, wird die Versorgung jeweils in Bündeln von wenigen Schulen neu ausgeschrieben, damit sich auch kleinere lokale Anbieter bewerben können. Die ersten Schulen sollen bereits nach den Sommerferien einen neuen Caterer erhalten. Insgesamt wolle der Kreis die Essensversorgung an sämtlichen seiner Schulen innerhalb der kommenden drei Jahre geregelt haben.

Unterdessen werden sich die varisano-Kliniken, derzeit der größte Versorger, schrittweise bis Sommer 2026 aus der Versorgung zurückziehen. Die dort beschäftigten Servicekräfte, die an insgesamt 31 Schulstandorten eingesetzt werden, werden im Zuge dieses Wechsels von der kreiseigenen Dienstleistungsgesellschaft Taunus übernommen. Zunächst wird die Versorgung an sechs Grundschulen neu ausgeschrieben: der Cretzschmarschule Sulzbach, Theodor-Heuss-Schule und Otfried-Preußler-Schule Bad Soden, Liederbachschule, Grundschule in den Sindlinger Wiesen und Max-von-Gagern-Schule Kelkheim. Perspektivisch könnte laut Fink im Laufe des Schuljahres als erste weiterführende Schule auch die Main-Taunus-Schule Hofheim folgen.

Hintergrund der Änderungen sei „eine sehr heterogen gewachsene Organisation des Schulessens mit unterschiedlichen Preismodellen, Essensangeboten und Zubereitungsmethoden“. Der Kreis wolle soweit wie möglich Standards schaffen. Das sei ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Schüler: Für viele sei das Essen im Ganztagsangebot die Hauptmahlzeit oder sogar einzige Mahlzeit am Tag. Als Orientierung dienten dabei Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, begleitet wird der Prozess von einer Ernährungsberaterin.



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